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US-Märkte starten im Minus

Die Wall Street eröffnet schwächer. Der Dow-Jones-Index rutscht bereits wenige Minuten nach Handelsstart über 150 Punkte in die Verlustzone. Zur Stunde notiert das Börsenbaromter der 30 US-Standardwerte mit 1,8 % in der Verlustzone. Der Nasdaq-Index verliert ebenfalls 1,9 % an Wert.

Auch am vierten Handelstag in Folge regiert Unsicherheit die Geschehnisse auf New Yorks Bösenparkett. Was wird passieren? Spekulationen über weitere Terrorangriffe auf die USA und mögliche Manöver von Seiten der USA sorgen an New Yorks Aktienmärkten für Beunruhigung. Der Patriotismus der US-Bürger ist nach wie vor unbegrenzt. Viele sind stolz Amerikaner zu sein, und so mancher würde nun Aktien kaufen, allein um sein Land und die Wirtschaft zu unterstützen. Einzige Bedingung: Eine Erholung müsste in Aussicht stehen. Doch wann die US-Konjunktur wieder genesen wird kann niemand mehr vorhersagen.

Finanz- und Brokerwerte gehören am Morgen erneut zu den größten Verlierern. Die Analysten von J.P. Morgan stufen die Aktie von Citigroup ab. Auch American Express gerät den vierten Tag in Folge ins Minus. Aber auch Technologiewerte haben zu leiden. Cisco, Oracle, Sun Mircosystems und Microsoft verlieren an Wert. Vor allem die Titel des Glasfasersektors und die Aktien der Hersteller von Telekomkomponenten büßen an Wert ein. Nachdem die Aktie von Datenspeicherexperte EMC zum Wochenenfang noch zu den größten Gewinnern gehörte, driftet der Wert nun auch in den negativen Bereich. Novell rutscht trotz des angekündigten Aktienrückkaufprogramms ins negative Terrain. Die Analysten von Goldman Sachs und anderer Brokerhäuser reduzieren die Gewinnerwartungen für Adobe. Der Softwarehersteller hatte die Expertenprognosen für das vergangene Quartal um einen Cent verfehlt.

Fluggesellschaften könnten Schadensersatz nicht bezahlen

Auch die Aktien der Fluggesellschaften und Versicherungsunternehmen stehen weiterhin unter Abgabedruck. Die Fluggesellschaft American Airlines wird die möglichen Schadensersatzforderungen, die nach den Terroranschlägen auf das Pentagon und das World Trade Center auf das Unternehmen zukommen werden, nicht bezahlen können. Die finanziellen Reserven des Unternehmens reichten nicht aus, erklärte die Gesellschaft am Mittwochabend. Sollte die Regierung die Fluggesellschaften nicht von Schadensersatzforderungen von den Angehörigen der Opfern befreien, haben die Fluggesellschaften Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe zu erwarten. Üblicherweise sind Fluggesellschaften für Schäden bis zu einer Schadenssumme von einer Milliarde Dollar versichert. Dieser Versicherungsschutz würde bei weitem nicht genügen, die Schäden der Terrorangriffe der vergangenen Woche abzudecken. Verweigert die amerikanische Regierung eine Beschränkung der Haftung für die Fluggesellschaften, übersteigen die Haftungsklagen sehr wahrscheinlich den Versicherungsschutz und könnten die finanzielle Situation der Gesellschaften weiter verschlechtern. Zudem kündigte American Airlines an, 20 000 Mitarbeiter zu entlassen. In den vergangenen Tagen hatte das Untenrehmen das Flugangebot wegen sinkender Nachfrage bereits um 20 % reduziert.

Ebenfalls im Minus notiert die Aktie von 3Com. Der Hersteller von Netzwerktechnologie musste im ersten Quartal des Fiskaljahres 2002 einen Umsatzeinbruch von 60 % auf 390 Mill. $ hinnehmen. Der Verlust verdreifachte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 232 Mill. $ oder 67 Cents pro Aktie. Was das zweite Quartal betrifft, sei mit einem Umsatz auf dem Niveau des vorhergehenden Quartals zu rechnen. Die seit Jahresanfang laufenden Entlassungen sollen um 1 000 ausgeweitet werden. Damit hätte 3Com die Anzahl der Mitarbeiter halbiert.

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