US-Marine überwacht den Seeraum
USA suchen bin Laden auch auf Handelsschiffen

Die US-Streitkräfte machen Druck auf die Reedereien: Wer bei der Suche nach bin Laden nicht kooperiert, muss damit rechnen, dass sein Schiff versenkt wird. Ein verdächtiges Schiff wurde von der Marine bereits aufgebracht.

rtr WASHINGTON. Die US-Streitkräfte haben die Reedereien nachdrücklich zur Zusammenarbeit bei der Suche nach dem moslemischen Extremisten Osama bin Laden aufgefordert. Bei einer Weigerung müsse mit dem Risiko gerechnet werden, dass Schiffe versenkt würden, hieß es am Freitag in Kreisen des US-Verteidigungsministeriums. Die USA hielten nach flüchtigen Taliban-Kämpfern Ausschau sowie nach dem moslemischen Extremisten Osama bin Laden und Kämpfern seiner El-Kaida-Organisation. Sie überwachten die Handelsschiffe im nördlichen Arabischen Meer, besonders jene, die von der pakistanischen Küste ausliefen. Die USA machen bin Laden und El Kaida für die Anschläge in den USA am 11. September verantwortlich.

Mittwochnacht hatte die US-Marine ein verdächtiges Schiff im nördlichen Arabischen Meer aufgebracht. Es habe der Verdacht bestanden, an Bord des Schiffes befänden sich führende El-Kaida-Mitglieder, sagte ein Marinoffizier der Nachrichtenagentur Reuters. Der Verdacht habe sich nicht bestätigt. Nach einer gründlichen Durchsuchung sei das Schiff am Donnerstag wieder freigegeben worden.

Die Taliban hatten am Freitag nach zweimonatigen Luftangriffen der USA ihre letzte Bastion, die südafghanische Stadt Kandahar, aufgegeben. Allerdings waren das geistige Oberhaupt der Taliban, Mullah Omar, sowie bin Laden zunächst noch auf freiem Fuß. In den US-Verteidigungskreisen hieß es, die USA setzten alle militärischen Mittel ein, um bin Laden und seine Helfer zu ergreifen. Einem Bericht des US-Fernsehsenders ABC zufolge hält die US-Marine weltweit auf den Meeren und in den Häfen Ausschau nach 23 Handelsschiffen, von denen die USA vermuten, sie gehörten El Kaida oder würden von der Organisation kontrolliert.

Ende November verlautete aus US-Regierungskreisen, US-Kriegsschiffe hielten vor der Küste von Somalia Ausschau nach verdächtigen Bewegungen bin Ladens oder seiner Anhänger. In Somalia soll bin Laden Unterstützer haben.

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