US-Maschine startet mit rund 20 Gefangenen nach Kuba
Schusswechsel auf Flughafen in Kandahar alarmiert US-Streitkräfte

Unmittelbar nach dem Start einer US-Militärmaschine mit afghanischen Kriegsgefangenen nach Kuba hat ein Schusswechsel auf dem Flughafen der südafghanischen Stadt Kandahar die dort stationierten US-Einheiten alarmiert.

afp WASHINGTON/KANDAHAR. Unbekannte hätten die US-Basis am Donnerstag etwa 20 Minuten nach dem Start des US-Militärtransporters mit kleinkalibrigen Waffen beschossen, teilte das US-Verteidigungsministerium am Donnerstag in Washington mit. US-Marineinfanteristen und verbündete afghanische Einheiten gingen dem Vorfall nach, sagte der Sprecher des US-Armeekommandos in Afghanistan, Frank Merriman. Das US-Flugzeug bringt die erste Gruppe von Kriegsgefangenen zur US-Militärbasis Guantánamo auf Kuba.

Der US-Nachrichtensender CNN zeigte Bilder von rund 20 Gefangenen in Handschellen und mit Kapuzen, die unter starken Sicherheitsvorkehrungen zu einer US-Militärmaschine geführt wurden. Wie CNN weiter berichtete, kam es nach dem Abflug der US-Militärmaschine mit den Gefangenen an Bord am Ende der Rollbahn auf dem Flughafen von Kandahar gegen 17.25 Uhr MEZ zu einem Schusswechsel. Ob es sich um ein Gefecht handelte, war zunächst unklar. Das Flugzeug sei nicht gefährdet gewesen, sagte Merriman. Auf dem Flughafen hatten die USA mehr als 300 Taliban und El-Kaida-Mitglieder inhaftiert.

Insgesamt halten die US-Streitkräfte nach neuesten Angaben derzeit 371 mutmaßliche Taliban oder El-Kaida-Mitglieder in ihrer Gewalt. Auf dem US-Stützpunkt von Guantánamo entsteht derzeit ein Hochsicherheitsgefängnis für bis zu 2000 Gefangene. US-Generalstabschef Richard Myers zufolge sind bereits 50 Zellen bezugsfertig. Die Gefangenen sollten auf Kuba verhört werden, um "neue Attentate zu verhindern", sagte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld.

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