US-Notenbank beteiligt sich nicht an der Intervention
EZB tätigt erneut Euro-Stützungskäufe

Die EZB hat heute zum vierten mal den Euro durch Käufe gestützt. Die US-Notenbank beteiligt sich nicht an der Aktion.

ap FRANKFURT/MAIN. Die Europäische Zentralbank setzt den Kampf um den Euro fort. Zum vierten Mal innerhalb einer Woche intervenierten die obersten Währungshüter für den Euro. Ein EZB-Sprecher sagte, die Europäische Zentralbank habe erneut mit Zentralbanken des gemeinsamen Währungsraumes interveniert. Währungsexperten hielten es für möglich, dass die EZB auch in naher Zukunft erneut eingreifen wird.

Der Kurs stieg nach den Stützungskäufen auf 86,34 Cent. Die EZB hat kurz zuvor den Referenzkurs der Gemeinschaftswährung auf 85,31 Cent festgelegt.Der EZB-Sprecher sagte weiter, Grund der Intervention seien Befürchtungen über Auswirkungen des schwachen Eurokurses auf die Weltwirtschaft und die Preisstabilität.

Währungsexperte Bernd Weidensteiner von DG Bank sagte, die erneute Intervention sei nicht unerwartet gekommen. "Der Euro kam wieder unter Druck." Es scheine die Strategie der EZB zu sein, "einen Boden von etwa 85 Cent einzuziehen". Dies solle offenbar mit relativ kleinen Interventionen erreicht werden.

Zwar seien die genauen Zahlen der bisherigen Stützungskäufe noch nicht bekannt. Allgemein werde aber angenommen, dass bisher wenige 100 Mill. Euro je Intervention eingesetzt worden seien. Weidensteiner schloss aus der jüngsten Politik der Währungshüter: "Die EZB scheint sich jetzt auf ein längeres Tauziehen am Devisenmarkt einzustellen."

Bundesbankpräsident Ernst Welteke hatte der "Berliner Zeitung" (Donnerstagausgabe) gesagt, die bisherigen Interventionen für den Euro sollten mögliche Inflationsängste im Keim ersticken. Die jüngsten Eingriffe der Europäischen Zentralbank für die Gemeinschaftswährung bezeichnete er als "wichtiges psychologisches Signal an die Märkte, aber auch an die Bürger".





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