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US-Notenbank erhöht Leitzins und signalisiert maßvolle Zinserhöhungen

dpa-afx WASHINGTON. Die US-Notenbank (Fed) hat wie erwartet zum zweiten Mal seit Juni die Zinsen um 0,25 %punkte angehoben. Der Zielsatz für Tagesgeld (Federal Fund Rate) werde von 1,25 auf 1,50 % angehoben, teilte der Offenmarktausschuss der Bank am Dienstag in Washington mit. Die Erhöhung war allgemein erwartet worden.

dpa-afx WASHINGTON. Die US-Notenbank (Fed) hat wie erwartet zum zweiten Mal seit Juni die Zinsen um 0,25 %punkte angehoben. Der Zielsatz für Tagesgeld (Federal Fund Rate) werde von 1,25 auf 1,50 % angehoben, teilte der Offenmarktausschuss der Bank am Dienstag in Washington mit. Die Erhöhung war allgemein erwartet worden.

Die US-Notenbank hat in ihrem Kommentar weitere "maßvolle" Leitzinserhöhungen in Aussicht gestellt. In jüngster Zeit habe sich das Wachstum und die Arbeitsmarkterholung abgeschwächt. Die jüngste Konjunkturentwicklung sei aber vor allem auf die gestiegenen Energiepreise zurückzuführen.

Inflation Bleibt Voraussichtlich Niedrig

Trotzdem gebe es Hinweise darauf, dass sich das Wachstum wieder beschleunigen werde. Die Inflation habe im laufenden Jahr etwas angezogen. Jedoch sei diese Entwicklung zum Teil auf temporäre Faktoren zurückzuführen, schreibt der Ausschuss. Die Risiken für die Preisstabilität und das Wirtschaftswachstum seien ausgeglichen. Da die Kerninflationsrate weiterhin niedrig bleiben dürfte, könne die Fed ihre unterstützende Geldpolitik langsam zurückführen. Wie bereits im Juni betont die Fed zugleich, dass man auf Änderungen im Wirtschaftsausblick reagieren werde, wenn dies zur Aufrechterhaltung der Preisstabilität nötig sein sollte.

Auf dem Arbeitsmarkt waren im Juli mit rund 32 000 weitaus weniger neue Jobs geschaffen worden als erwartet. Die Fed berücksichtigt bei ihrer Zinsentscheidung immer besonders die Arbeitsmarktsituation. Außerdem fielen die Verbraucherausgaben im Juni um 0,7 % und damit so stark wie seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 nicht mehr.

'FED IST AM Ball'

Die jüngste Leitzinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve wird sich aus Sicht des Chefstrategen von Jefferies & Co, Art Hogan, positiv auf den Aktienmarkt auswirken. "Sie haben genau das getan, was sie angekündigt hatten", sagte Hogan am Dienstag nach dem Zinsentscheid in New York. Dass die Notenbank in ihrer Begründung auf die Abschwächung auf dem Arbeitsmarkt und den steigenden Ölpreis hingewiesen habe, verschaffe ihr den erforderlichen Spielraum, um diese Probleme - falls erforderlich - bei der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses im September auf die Tagesordnung zu setzen. "Sie sind am Ball", sagte Hogan.

Der Kurs des Euro ist am Dienstag nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank deutlich unter 1,23 $ gesunken. Um 21.15 Uhr notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,2231 $. Die US-Währung war zuvor auf ihren Dreiwochentiefststand gegen den Euro gefallen, weil Marktteilnehmer darauf gesetzt hatten, dass die Fed ein verhalteneres Zinserhöhungstempo signalisieren werde. Auch am US-Bondmarkt kam es zu Kursverlusten.

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