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US-Notenbank hebt Leitzins wie erwartet auf 2,00 Prozent an

Die US-Notenbank hat ihren Leitzins am Mittwoch wie erwartet von 1,75 auf 2,00 Prozent erhöht und zugleich weitere Zinsschritte angedeutet. Das Zinsniveau werde weiterhin in einem "maßvollen Tempo" angehoben, teilte der Offenmarktausschuss am Abend in Washington mit.

dpa-afx WASHINGTON. Die US-Notenbank hat ihren Leitzins am Mittwoch wie erwartet von 1,75 auf 2,00 Prozent erhöht und zugleich weitere Zinsschritte angedeutet. Das Zinsniveau werde weiterhin in einem "maßvollen Tempo" angehoben, teilte der Offenmarktausschuss am Abend in Washington mit. Nach der vierten Zinserhöhung in diesem Jahr entspricht das Niveau jetzt dem der Europäischen Zentralbank (EZB), die ihren Leitzins seit Juni 2003 bei 2,00 Prozent hält.

Die Inflation und die langfristigen Inflationserwartungen sieht die Federal Reserve unter Kontrolle. Die Wirtschaft wachse trotz des Anstiegs der Energiepreise mit "moderater Geschwindigkeit". Die Auf- und Abwärtsrisiken für Wachstum und Inflation seien in den nächsten Quartalen weitgehend ausgewogen. Gleichzeitig verbesserten sich die Bedingungen am Arbeitsmarkt. Auf Veränderungen der konjunkturellen Aussichten werden wie erforderlich reagiert.

Volkswirte erwarten nach diesen Kommentaren eine erneute Zinserhöhung im Dezember. Die Fed werde den Zins dann um weitere 0,25 Punkte auf 2,25 Prozent anheben, sagte Chefanlagestratege Lincoln Anderson von LPL Financial Services. Devisenanalyst Mike Malpede von Refco sagte: "Die Fed hat getan, was von ihr erwartet wurde, und ihr optimistischer Kommentar sieht nach einer weiteren Zinserhöhung im Dezember aus."

Der Euro stieg nach den Kommentaren der Fed auf 1,2 900 Dollar zu. Zuvor hatte der Kurs um 1,2 875 Dollar notiert. Die Kurse der US-Staatsanleihen legten leicht zu.

Arbeitsmarkt Entscheidet

Mit ihren Zinserhöhungen will die Fed die Inflation in Zaum halten. Im September lagen die Preise im Jahresvergleich 2,5 Prozent höher. Rechnet man den Anstieg der Verbraucherpreise von September auf das Jahr hoch, liegt die Rate aber bei 3,5 Prozent. Fed-Chef Alan Greenspan hat den Einfluss des teuren Öls auf die Preise bislang heruntergespielt.

Entscheidend für die nächste Zinssitzung am 14. Dezember dürfte der Arbeitsmarktreport für November sein, der Anfang Dezember veröffentlicht wird. Im Oktober war der Stellenaufbau mit 337 000 fast doppelt so hoch wie erwartet aus und hatte letzte Zweifel an einer Zinsanhebung im November zerstreut.

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