US-Notenbank konnte Markterwartungen nicht erfüllen
Wall Street eröffnet schwächer

Mit schwächeren Notierungen startet der Handel in New York. Die wichtigsten Börsenbarometer Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 geben weiter nach.

vwd/wsc NEW YORK. Mit schwächeren Notierungen präsentieren sich die Aktien an Wall Street am Mittwoch kurz nach der Eröffnung. Bis 15.44 Uhr MEZ gibt der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) um 0,9 % bzw 88,33 Punkte auf 9 632,43 nach.

Der S&P-500-Index reduziert sich um 0,6 % bzw 6,87 Stellen auf 1.135,75, während der Nasdaq-Index um 0,3 % bzw 5,45 Zähler auf 1.851,99 zurückgeht.

Die Enttäuschung über Alan Greenspans Entscheidung hält an. Die US-Notenbank hatte gestern die Leitzinsen um 50 Basispunkte gesenkt. Investoren hatten jedoch auf 75 Basispunkte spekuliert. Nachdem die New Yorker Börsen gestern schon Kursverluste hinnehmen mussten, zeigen sich auch heute die Eröffnungsindikatoren schwach. Bereits die Futures deuteten auf einen Börsenstart in der Verlustzone.

Verbraucherpreisindex gibt nach

Der Verbraucherpreisindex ist im Februar um 0,3 % gegenüber 0,6 % im Vormonat gesunken. Erwartet waren 0,2 %. Die um die volatilen Bereiche Lebensmittel und Energie bereinigte Kernrate ist bei 0,3 % unverändert geblieben. Dem Index zufolge, der die durchschnittliche Preisveränderung des Warenkorbs für Konsumgüter und Dienstleistungen misst, ist die Inflationsgefahr vorerst gebannt. Die abkühlende Wirtschaft hat dazu geführt, dass in vielen Bereichen die Preise gesenkt werden mussten.

Procter & Gamble will nach einem Bericht des Wall Street Journals seine Belegschaft um zehn bis 20 % abbauen, um Kosten zu sparen. Das wäre die dritte Arbeitsplatzreduziereung innerhalb von drei Jahren. Bereits im Jahr 1999 hatte der größte Hersteller von Haushaltsprodukten angekündigt, 15.000 Stellen zu streichen.

Auch Northwest Airlines hat Sparmaßnahmen von 200 Millionen Dollar angekündigt. Doch im Gegensatz zu Procter & Gamble will die Fluggesellschaft vorerst keine Entlassungen vornehmen. Die Gehälter des Managements sollen um fünf % gekürzt werden und mehrere Flüge sollen gestrichen werden. Northwest Airlines will 200 Millionen Dollar einsparen. Northwest erwartet für das laufende Quartal einen Verlust in Höhe von 150 Millionen Dollar.

Vorbörslich schwach tendiert 3Com. Der Hersteller von Netzwerkzubehör hat vor Handelsbeginn Quartalszahlen gemeldet. Dabei wurden die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr fast halbiert. Geringere Ausgaben von Telekommunikationsunternehmen, höhere Produktionskosten und der verstärkte Absatz von Produkten mit geringeren Gewinnmargen werden als Hauptprobleme für den Verlust angeführt.

Rückenwind bekommt Philip Morris. Goldman Sachs bestätigt erneut die Kaufempfehlung für die Aktie. Die Tatsache, dass sich Philip Morris zu einem Wachstumskonzern entwickelt und der anstehende Börsengang von Kraft, sollte der Aktie zugute kommen. Die Aktie von Kraft dürfte zu den Blue Chips unter den Nahrungsmitteln aufsteigen.

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