US-Notenbank legt Konjunkturbericht "Beige Book" vor: US-Wirtschaft zu Jahresbeginn weiter schwach

US-Notenbank legt Konjunkturbericht "Beige Book" vor
US-Wirtschaft zu Jahresbeginn weiter schwach

Die Konjunktur in den USA ist der US-Notenbank (Fed) zufolge im Zeitraum von Ende November bis Anfang Januar schwach geblieben. "Während es noch Anzeichen für Vorsicht gibt, sind vereinzelte Signale einer konjunkturellen Belebung erkennbar", hieß es weiter in dem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Konjunkturbericht "Beige Book" der Fed, der auf Daten vor dem 9. Januar 2002 basiert. Die meisten der zwölf Fed-Distrikte sähen sinkende Preise für die Mehrzahl der Waren und Dienstleistungen in den USA.

rtr/vwd WASHINGTON. Die Fed begründete die Enwticklung vor allem mit der anhaltenden Schwäche bei der Entwicklung der Investitionen. Gleichzeitig gebe es bislang nur vereinzelt Anzeichen für eine Besserung der Konjunktur. In den zwölf regionalen Notenbank-Bezirken gibt es laut Fed zudem bislang keine einheitliche Richtung: Die konjunkturellen Bedingungen reichten von verhaltener Erholung bis zu einer fortgesetzten Verschlechterung der Lage.

Allein in New York habe es dabei klare Anzeichen für einen Aufschwung gegeben. Dennoch deutet insgesamt vieles dem Beige Book zufolge darauf hin, dass ab Mitte 2002 eine Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung einsetzen könnte, auch wenn diese Prognose "mit Unsicherheiten behaftet ist".

In dem Beige Book, dass vor allem der Vorbereitung auf die Sitzungen des Offenmarktausschusses (FOMC) dient und diesmal von der Federal Reserve of Dallas angefertigt wurde, wird darüber hinaus auf die weiterhin schwache Lage am US-Arbeitsmarkt verwiesen. Dies zeige sich auch anhand sinkender Lohn- und Lohnzusatzleistungen, so die US-Notenbank in dem Bericht. Auffällig seien zudem Preisrückgänge auf breiter Basis mit Ausnahme der Bereiche Gesundheit und Versicherungen.

Weiter heißt es in dem Bericht, die Entwicklung der Verbraucherkredite habe im Dezember angesichts höherer Hypothekenzinsen eine Abschwächung gezeigt. Die Verbraucherkredite hätten sich jedoch im Verlauf der bisherigen Rezession im Vergleich zu den Unternehmenskrediten relativ stabil gehalten.

Beobachter verwiesen darauf, dass sich das Beige Book angesichts des vorsichtigen Tons relativ eng an die Ausführungen von Fed-Chairman Allan Greenspan am vergangenen Freitag in San Francisco gehalten habe. Einige regionale Fed-Präsidenten hatten dagegen zuletzt eine deutlich optmistischere Einschätzung der weiteren konjunkturellen Entwicklung vermittelt. Vor diesem Hintergrund dürfte eine weitere Zinssenkung Ende des Monats mittlerweile wenig überraschen, hieß es.

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