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US-Notenbankchef stimmt Finanzmärkte auf weiter steigende Zinsen einDPA-Datum: 2004-07-20 22:39:20

(dpa-AFX) Washington - US-Notenbankchef Alan Greenspan hat bei seiner Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats die Finanzmärkte auf weiter steigende Leitzinsen eingestimmt. Finanzmärkte, Haushalte und Unternehmen seien für eine neutralere Ausrichtung der Geldpolitik einigermaßen vorbereitet, sagte Greenspan am Dienstag vor dem Bankenausschuss des Senats in Washington. Schnelle Zinserhöhungen wären allerdings riskant für die Wirtschaft.

(dpa-AFX) Washington - US-Notenbankchef Alan Greenspan hat bei seiner Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats die Finanzmärkte auf weiter steigende Leitzinsen eingestimmt. Finanzmärkte, Haushalte und Unternehmen seien für eine neutralere Ausrichtung der Geldpolitik einigermaßen vorbereitet, sagte Greenspan am Dienstag vor dem Bankenausschuss des Senats in Washington. Schnelle Zinserhöhungen wären allerdings riskant für die Wirtschaft.

Greenspan sieht trotz langsamer wachsender US-Verbraucherausgaben keinen Anlass zur Sorge über die Konjunkturentwicklung. Die US-Wirtschaft habe eine Phase sich selbst tragenden Wachstums erreicht. Die wirtschaftliche Aktivität habe sich nicht nur beschleunigt, sondern die Expansion sei "breiter angelegt" und habe zu "nennenswerten Beschäftigungszuwächsen" geführt, sagte Greenspan. Das Tempo der Neueinstellungen sollte wichtige Folgewirkungen für die Konsumausgaben haben.

Euroo Gibt Deutlich Nach

Der Euro < Eurous.FX1 > sackte nach den Äußerungen Greenspans zwischenzeitlich auf sein Tagestief von 1,2303 US-Dollar. Vor der Rede hatte der Euro noch bei 1,2370 Dollar notiert. An den US-Rentenmärkten sank der Kurs der richtungsweisenden 10jährigen Titel auf 102,10 Punkte. Vor der Rede standen die Titel noch bei 102,303 Punkten. Die Rendite kletterte in der Spitze auf 4,454 Prozent.

Die Phase langsamer wachsender US-Verbraucherausgaben sei wahrscheinlich von kurzer Dauer, sagte Greenspan. Ein leichtes Anziehen der Preise habe die Verbraucher wahrscheinlich zur Zurückhaltung veranlasst. Dies sei aber vor allem auf kurzlebige Faktoren wie die hohen Ölpreise zurückzuführen gewesen.

Robustes Wachstum BEI Moderater Inflation

Für die USA sei weiter ein robustes Wachstum bei einer moderaten Inflationsentwicklung zu erwarten. Deshalb könnten die Leitzinsen wie angedeutet in angemessenen Schritten weiter erhöht werden. Ende Juni hatte die US-Notenbank ihren Leitzins erstmals seit vier Jahren wieder erhöht und um 0,25 Punkte auf 1,25 Prozent angehoben. Dabei deuteten die Währungshüter eine "maßvolle Straffung" an.

Das derzeit niedrige Leitzinsumfeld sei für die Wirtschaft ein größeres Risiko als der Übergang zu höheren Leitzinsen, sagte Greenspan. Die Notenbank werde entsprechend den Erfordernissen reagieren, die Inflation unter Kontrolle zu halten. Im Falle einer höher als gegenwärtig erwarteten Inflation sei die Fed zu einer schnellen und flexiblen Reaktion bereit.

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