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US-Ölpreis nähert sich wieder 53 Dollar - Brent-Öl auf Rekordhoch

Der US-Rohölpreis hat sich am Freitag in New York wieder der Marke von 53 Dollar angenähert. Der Preis für Rohöl zur Novemberauslieferung lag am Freitagmorgen im elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex mit 52,80 Dollar um 13 Cent über dem Rekordschluss vom Vortag.

dpa-afx NEW YORK/LONDON/WIEN. Der US-Rohölpreis hat sich am Freitag in New York wieder der Marke von 53 Dollar angenähert. Der Preis für Rohöl zur Novemberauslieferung lag am Freitagmorgen im elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex mit 52,80 Dollar um 13 Cent über dem Rekordschluss vom Vortag. Der Ölpreis hatte am Donnerstag im Tagesverlauf sogar zeitweise ein neues Hoch von 53 Dollar je Barrel (159 Liter) erreicht. Die Grünen sprachen sich für zusätzliche Unterstützung einkommensschwacher Bürger angesichts der gestiegenen Heizölpreise aus.

In London wurde Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im November mit 49,18 Dollar gehandelt und erreichte damit einen neuen Rekordstand. Die Angst vor möglichen Ölarbeiterstreiks in Nigeria und Norwegen und die noch immer reduzierte Ölförderung im Golf von Mexiko durch die Schäden des Hurrikans "Ivan" hielt die Preise nach Angaben von Händlern hoch.

Opec-Korbpreis AUF Historischem Hoch

Der von der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ermittelte Rohöl-Korbpreis ist erstmals seit Einführung vor mehr als 20 Jahren über 45 US Dollar für ein Barrel (159 Liter) gestiegen. Nach Angaben des Opec-Sekretariats in Wien vom Freitag lag der Korbpreis am Vortag bei 45,08 Dollar. Das waren 82 Cents mehr als am Mittwoch. Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro betonte in Djakarta, dass die Opec nicht an eine weitere Ausweitung ihrer Fördermengen denkt.

Trotz der derzeitigen Rekordpreise für Öl geht der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, von einer kräftigen Belebung der Wirtschaft in Deutschland aus. "Im nächsten Jahr rechne ich mit 2,5 Prozent Wachstum", sagte Walter der "Berliner Zeitung" (Freitag). Er begründete das mit "unaufschiebbaren Nachholbedarf bei Investitionen und Konsum".

Grüne Regen Heizölbeihilfen FÜR Einkommensschwache AN

Wegen der stark angestiegenen Ölpreise bittet die Gruppe Air France und KLM die Passagiere zur Kasse. Langstreckenflüge bei der französischen Fluggesellschaft Air France kosten ab dem kommenden Montag 11 Euro mehr, teilte die Fluggesellschaft am Freitag in Paris mit. Bei KLM würden die Preise um 7 Euro erhöht.

Steuersenkungen zum Abfangen der gestiegenen Heizölpreise sind nach Auffassung der energiepolitischen Sprecherin der Grünen - Bundestagsfraktion, Michaele Hustedt, kein geeignetes Mittel. "Es muss aber geprüft werden, ob für einkommensschwache Bürger zusätzliche Unterstützung bereitgestellt werden kann", sagte Hustedt am Freitag in Berlin. Zugleich verlangte sie weitere Schritte beim Energiesparen.

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