US-Pensionsfonds sehen sich getäuscht
Neue Klagen gegen Worldcom und Deutsche Bank

Drei US-Pensionsfonds haben Worldcom sowie die Konsortialbanken einer im Mai 2001 begebenen Worldcom-Anleihe auf 318,5 Millionen Dollar Schadensersatz verklagt, darunter auch die Deutsche Bank.

vwd NEW YORK. "Die Banken hatten Grund zur Annahme, dass die Bilanzen nicht den wahren finanziellen Zustand von Worldcom widerspiegelten", erklärte der Chief Executive des größten öffentlichen US-Pensionsfonds California Public Employees' Retirement System (CalPERS), James Burton, am Dienstagabend. CalPERS erlitt nach eigenen Angaben 268 Millionen Dollar Kursverluste bei dem Bond-Investment.

Die beiden anderen Pensionsfonds, California State Teachers' Retirement System (CalSTRS) und die Los Angeles County Employees Retirement Association (LACERA), fordern 24,5 Millionen bezeihungsweise 26 Millionen Dollar. Neben der Deutschen Bank seien auch die Konsortialführer CitiGroup Inc und J.P. Morgan Chase sowie die Bank of America Corp und ABN Amro Holding N.V. verklagt worden, teilten die Pensionsfonds weiter mit.

Die Banken sehen indes keine Grundlage für die eingereichte Klage. Die Bundesgesetze würden die testierten Bilanzen der Unternehmen als Grundlage für Emissionen anerkennen, lautet die Begründung. Die Bilanz-Fälschungen hätten nicht im Vorfeld der Begebung der Anleihe erkannt werden können, erklärte ein Sprecher von J.P. Morgan Chase.

Bereits zuvor hatten einige US-Pensionsfonds WorldCom und den Wirtschaftsprüfer Arthur Andersen LLP wegen hoher Kursverluste bei Aktien und Anleihen verklagt. Besonders institutionelle Investoren waren offenbar in der Anleihe vom Mai 2001 engagiert, die seinerzeit ein Rekordvolumen von 11,8 Mrd aufwies. In weniger als einem Jahr fielen Kursverluste von zehn Milliarden Dollar bei diesen Schuldtiteln an.

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