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US-Pharmakonzern Merck & Co mit deutlich gesunkenem Gewinn im dritten Quartal

Nach der Rücknahme des Schmerzmittels Vioxx ist das Ergebnis beim US-Pharmakonzern Merck & Co im dritten Quartal deutlich gesunken. Der Gewinn je Aktie (EPS) sei von 0,82 Dollar im Vorjahr auf 0,60 Dollar zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

dpa-afx NEW YORK. Nach der Rücknahme des Schmerzmittels Vioxx ist das Ergebnis beim US-Pharmakonzern Merck & Co im dritten Quartal deutlich gesunken. Der Gewinn je Aktie (EPS) sei von 0,82 Dollar im Vorjahr auf 0,60 Dollar zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. In diesen Wert sei der Vioxx-Effekt mit eingerechnet. Analysten hatten im Schnitt mit einem EPS von 0,71 Dollar gerechnet.

Wegen der Probleme mit Vioxx sei der Nettogewinn um 552,6 Mill. und das EPS um 0,25 Dollar niedriger ausgefallen als erwartet, teilte Merck weiter mit. Dem EPS von 0,60 Dollar liege ein Reingewinn von 1,33 Mrd. Dollar zu Grunde. Der Umsatz betrug im dritten Quartal 5,54 Mrd. Dollar (Vorjahr: 5,76 Mrd.). Experten hatten im Schnitt mit Erlösen von 5,93 Mrd. Dollar gerechnet.

Für das vierte Quartal erwartet Merck nun einschließlich des Vioxx-Effektes ein EPS von 0,48-0,53 Dollar. Analysten waren bisher von 0,35 Dollar ausgegangen. Im Gesamtjahr rechnet der Pharmakonzern mit einem EPS zwischen 2,59 und 2,64 Dollar. Die Expertenschätzung liegt hier im Schnitt bei 2,58 Dollar.

Nach Unternehmensangaben sind bis 15. Oktober im Zusammenhang mit Vioxx rund 300 Klagen eingereicht worden. Diese Zahl beinhalte sowohl private als auch strafrechtliche Klagen. Mit dem ersten Verfahren sei in der ersten Jahreshälfte 2005 zu rechnen. Merck sieht sich bisher noch nicht in der Lage, eine Prognose hinsichtlich der zu erwartenden Kosten aus den Verfahren abzugeben. Es seien auch noch keine Rückstellungen gebildet worden.

Merck hatte mit Vioxx im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,5 Mrd. Dollar erzielt. Die Rücknahme von Vioxx bedeute für das Unternehmen einen erheblichen finanziellen Verlust, erklärte Konzernchef Raymond Gilmartin. Die für Vioxx aufgewandten Forschungsmitteln sollen nun anderen Wachstumsbereichen zugeführt werden.

Der Stellenabbau lag zum Abschluss des Quartals über Plan. Bis Ende September seien 4 500 Arbeitsplätze gestrichen worden, also 100 mehr als geplant.

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