US-Pharmakonzern ordnet Produktion neu
Abbott streicht weltweit 2 000 Arbeitsplätze

Abbott will vor allem seine Produktion neu ordnen, um kostengünstiger zu arbeiten. Hintergrund ist, dass das Unternehmen neue Sparmöglichkeiten infolge der Integration des deutschen Pharmaunternehmens Knoll entdeckt hat.

HB/bef NEW YORK. Abbott hatte Knoll für 6,9 Mrd. $ im vorigen Jahr vom Ludwigshafener Chemiekonzern BASF gekauft. Die US-Gesellschaft reagiert zudem auf die schwierigen Geschäftsbedingungen, vor allem in Lateinamerika.

Die Diagnostiksparte soll ebenfalls restrukturiert werden. In dieser Sparte hatte Abbott anhaltende Produktionsprobleme in einer Fabrik im US-Staat Illinois. Um wieder eine Produktionsgenehmigung der Zulassungsbehörde FDA zu erhalten, hat Abbott auf externe Hilfe zurückgegriffen und dafür im Juni 140 Mill. $ zurückgestellt. Wie stark die deutschen Standorte vom Jobabbau betroffen sind, konnte Abbott gestern nicht beziffern. Die deutsche Tochter ist in Wiesbaden und Ludwigshafen tätig.

Abbott erwartet für das vierte Quartal Belastungen in Höhe von 100 bis 125 Mill. $ für die Abschreibungen auf Pharmabetriebe und den Stellenabbau. Das Unternehmen erwartet von der Neuordnung bis zum Jahr 2005 jährliche Ersparnisse von 80 bis 100 Mill. $.

Im dritten Quartal 2002 hat Abbott bei starken Umsätzen eines Blutgefäß-Medikaments den Gewinn um 14 % gesteigert. Der Reingewinn sei im dritten Quartal auf 720 Mill. $ gestiegen. Der Umsatz nahm um 3,8 % auf 4,34 Mrd. $ zu. Besonders gut verkaufte sich das Medikament Kaletra mit Umsatzsteigerungen von 52 % in den USA. Dagegen läuft die vom BASF-Konzern übernommene Arznei gegen krankhaftes Übergewicht, Meridia, in den USA weiter schlecht. Dort ging der Umsatz um die Hälfte auf 16 Mill. $ zurück.

Ohne Einmalbelastungen sei im dritten Quartal ein Gewinn von 752 Mill. $ oder 48 US-Cent je Aktie erreicht worden. Analysten hatten den Gewinn je Aktie in exakt dieser Höhe vorausgesagt. Im vierten Quartal dieses Jahres erwartet Abbott Laboratories ohne Sonderposten einen Gewinn je Aktie von 55 bis 57 US-Cent. Für das Geschäftsjahr 2002 prognostizierte das Unternehmen den Gewinn je Aktie mit 2,06 bis 2,08 $.

Quelle: Handelsblatt

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