US-Polit-Star mit kenianischen Wurzeln
Liberale sehen in Obama die Zukunft Amerikas

Der demokratische Hoffnungsträger Barack Obama zog als einziger Schwarzer ins Oberhaus ein. Die Republikaner behalten zwar die Mehrheit im Senat - Obama konnte jedoch einen Sitz für die Demokraten erobern.

HB WASHINGTON. Ganz weit weg von den USA, in Kenia, kennen alle den Namen Barack Obama. Er ist der Sohn eines kenianischen Ziegenhirten. Und er ist der Politiker, der auf dem Parteitag der Demokraten ende Juli in Boston mit einer mitreißenden Rede die Amerikaner begeisterte. Jetzt haben ihn die Einwohner von Illinois mit 71 Prozent der Stimmen in den US-Senat gewählt. Sein republikanischer Gegner war der ebenfalls schwarze Republikaner Alan Keyes.

Obamas Botschaft: "Es gibt nicht ein liberales und ein konservatives Amerika, es gibt die Vereinigten Staaten von Amerika!" Das Publikum reagierte auf dem demokratischen Parteitag auf diesen Satz mit tosendem Aplaus.

Er verkörpert den amerikanischen Traum. Seine Mutter ist eine weiße Amerikanerin, die sein Vater als Student auf Hawaii kennenlernte und heiratete. Die Eltern ließen sich scheiden, und Obama zog mit seiner Mutter nach Indonesien. Er kehrte später in die USA zurück und studierte Jura an der Harvard- Universität. Er hat zwei Töchter und lehrt nebenbei Jura an der Universität Illinois.

Im Heimatdorf seines Vaters, Nyangoma Kogala in Westkenia, wird jetzt die örtliche Schule nach ihm benannt. "Wir sind stolz, dass es einer mit hiesigen Wurzeln so weit gebracht hat", sagte Schulleiter Jared Waloga US-Reportern.

Obama löst im Senat einen Republikaner ab, der nicht mehr antritt. Die Republikaner haben derzeit im Senat nur einen Sitz Mehrheit.

Der neue Senator plant, in Illinois zehntausende neuer Leherer einzustellen, um die Bildung zu stärken. Für Afroamerikaner und für liberal eingestellte US-Bürger ist er ein realistischer Kandidat für das Amt des Präsidenten.

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