US-Politiker setzt sich durch
Streit um deutsche Farbe am Pentagon

Das Pentagon wird nach Protesten eines US-Politikers wegen der deutschen Haltung zum Irak-Krieg womöglich doch nicht mit Farbe aus Deutschland gestrichen.

HB/Reuters DÜSSELDORF/WASHINGTON. Statt das Produkt der Firma Keimfarben aus Diedorf bei Augsburg zu verwenden, werde der Auftrag neu ausgeschrieben, teilte das US-Verteidigungsministerium am Mittwoch mit.

Vorausgegangen war die Beschwerde des republikanischen Kongressabgeordneten Steven LaTourette, der die Entscheidung zu Gunsten der deutschen Farbe als verwerflich bezeichnet und eine Firma aus seinem Wahlkreis in Ohio ins Spiel gebracht hatte.

"Das Verteidigungsministerium ist weiter bestrebt sicherzustellen, dass alle unsere Investitionen dem amerikanischen Steuerzahler den höchsten Wert bieten, und dass alle Firmen eine faire Wettbewerbschance erhalten", schrieb der Abteilungsleiter im Verteidigungsministerium Raymond DuBois in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief. Der Brief legte nahe, dass sich Keimfarben an der neuen Ausschreibung beteiligen könne.

Keimfarben hatte das Auftragsvolumen auf 150.000 Dollar beziffert. Der Geschäftsführer der Firma, Peter Neri, hatte im vergangenen Monat indes auch gutes an dem Wirbel um den Auftrag erkennen können. "So viel Gratiswerbung zum 125. Bestehen der Firma hätte ich mir im Traum nicht wünschen können", sagte er.

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