US-Polizei nimmt zwei weitere wichtige Zeugen fest
Bis zu 100 deutsche Todesopfer in New York

Bei dem Anschlag auf das World Trade Center in New York sind bis zu 100 Deutsche ums Leben gekommen. Wie in der Nacht zum Montag aus zuverlässiger Quelle verlautete, gehen die deutschen Stellen in New York von 30 bis 100 deutschen Opfern des Terroranschlags aus. Derweil nahm die US-Bundespolizei FBI zwei weitere "wichtige Zeugen" in Haft.

dpa NEW YORK/WASHINGTON. Das Auswärtige Amt in Deutschland bat die Angehörigen um Mithilfe bei der Identifizierung. Wer nach New York kommen wolle, solle persönliche Gegenstände des Vermissten mitbringen, damit DNA-Proben genommen werden können. Dies sei beispielweise bei Kämmen, Zahnbürsten und getragener Wäsche möglich.

Der deutsche Krisenstab in New York traf inzwischen alle Vorbereitungen für die Betreuung von Angehörigen mutmaßlicher Opfer. Auch ein Psychiater steht zur Verfügung. Außerdem wurden Listen mit deutschsprachigen Ärzten sowie von Bestattungsunternehmen zusammengestellt, die den Rücktransport von Leichen oder Leichenteilen nach Deutschland organisieren können.

Zwei weitere Festnahmen

Bei der Suche nach den Drahtziehern der Anschlagsserie hat die US-Justiz in der Nacht zum Montag zwei weitere Haftbefehle ausgestellt. Nach Medienberichten handelt es sich um "wichtige Zeugen". Zwei weitere "wichtige Zeugen" sind bereits in Haft. Sie haben nach Information der Bundespolizei FBI "direkte Kenntnisse" über die Anschläge vom vergangenen Dienstag.

FBI-Beamte hatten am Sonntag ein Appartement in Florida durchsucht, in dem zwei der mutmaßlichen Attentäter vom Dienstag gewohnt haben sollen. Nach Informationen des Fernsehsenders CNN holten die Beamten mehrere Säcke mit Beweisstücken aus dem Appartement in Delray Beach. Die Wohnung gehörte zwei Männern, die verdächtigt werden, die Maschine entführt zu haben, die im Bundesstaat Pennsylvania abgestürzt war.

Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen sind auch in der chinesischen Enklave Macao fünf Männer festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um pakistanische Staatsbürger. Nach Medienberichten wollten sie im Falle eines Vergeltungsschlages der USA gegen Afghanistan Anschläge auf US-Einrichtungen in Hongkong und Macao verüben. Die US-Vertretung in Hongkong wurde am Montag aus Sicherheitsgründen auf unbestimmte Zeit geschlossen.

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