US-Präsident Bush sauer wegen Indiskretionen
FBI konzentriert sich auf Terror-Vorbeugung

US-Fahnder sollen ihre Ermittlungen zu den Terror-Attacken vom 11. September nach dem Willen des US-Justizministeriums und des Bundeskriminalamtes FBI zu Gunsten der Vorbeugung neuer Anschläge einschränken.

dpa WASHINGTON. US-Fahnder sollen ihre Ermittlungen zu den Terror-Attacken vom 11. September nach dem Willen des US-Justizministeriums und des Bundeskriminalamtes FBI einschränken und ihre Kräfte auf die Vorbeugung neuer Anschläge konzentrieren. Das berichtete die "New York Times" am Dienstag. "Die Ermittler müssen verstehen, dass wir im Moment nicht versuchen, ein Verbrechen aufzuklären. Unser Ziel Nummer eins ist Vorbeugung", sagte ein Justiz-Mitarbeiter.

Justizminister John Ashcroft hatte am Montag betont, dass alle Fahndungsbehörden nach den begonnenen Militärschlägen gegen die Taliban "in höchster Alarmbereitschaft" stünden. Nach einem Hintergrundgespräch von Geheimdienst-Mitarbeitern mit Kongress-Abgeordneten war in der vergangenen Woche bekannt geworden, dass die Behörden mit "hundertprozentiger" Wahrscheinlichkeit mit neuen Anschlägen rechnen.

US-Präsident George W. Bush hat sich nach Medienberichten darüber geärgert, dass solche geheimen Informationen an die Presse weitergegeben wurden. Am Freitag verfügte er in einem Dekret, dass die Geheimdienste nur noch eine Hand voll auserwählte Kongress-Abgeordnete informieren dürfen. "Dieses Verfahren wird am besten unserem gemeinsamen Ziel gerecht, amerikanische Leben zu schützen", sagte Bush.

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