US-Präsident Bush und europäische Politiker ziehen positive Bilanz der Beziehungen
Spitzentreffen: Stahlstreit soll EU und USA nicht entzweien

US-Präsident George W. Bush und Spitzenpolitiker der EU haben ungeachtet ihrer Handelsstreitigkeiten eine positive Bilanz der amerikanisch- europäischen Beziehungen gezogen. Auf ihrem Gipfeltreffen in Washington vereinbarten sie, Gespräche im Konflikt über die US- Schutzzölle für Stahleinfuhren fortzusetzen und sich an die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) zu halten.

dpa WASHINGTON. Bush hob die Zusammenarbeit mit der EU bei der Terrorbekämpfung, in Afghanistan und auf dem Balkan hervor. Die juristische Kooperation bei der Verfolgung von verdächtigen Terroristen solle erweitert werden. Die Europäische Union hatte schon vor dem Treffen bekannt gegeben, dass sie ihre Schwarze Liste terroristischer Organisationen erweitert hat.

Von dem Gipfeltreffen gehe eine sehr positive Botschaft über die gemeinsamen Beziehungen aus, sagte Bush. Mit der Zusammenarbeit im Nahen Osten vervielfachten die USA und die EU ihre Wirksamkeit. Der Geist der Zusammenarbeit müsse auch auf eine gemeinsame wirtschaftliche Tagesordnung übertragen werden, forderte der Präsident.

Auch der spanische Ministerpräsident und EU-Ratsvorsitzende Jose Maria Aznar sprach von einer "sehr positiven Botschaft". "Wir haben die Verbindungen zwischen der EU und den USA dank dieses Treffens gestärkt." Er erwarte und hoffe, dass die handelspolitischen Kontroversen in den kommenden Monaten in Verhandlungen beigelegt werden könnten. EU-Kommissionspräsident Romano Prodi sagte, beide Seiten wollten im Stahlstreit weiter miteinander sprechen. Die EU hatte den USA mit Gegenmaßnahmen gedroht.

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