US-Präsident dankt für deutsche Solidarität
Schröder unterstreicht deutsche Bereitschaft zu Militärbeitrag

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat bei einem Besuch in den USA erneut die deutsche Bereitschaft unterstrichen, auch einen militärischen Beitrag zu der Anti-Terror-Kampagne zu leisten.

afp WASHINGTON. Er wolle mit seiner Visite klarmachen, dass das Wort von der "uneingeschränkten Solidarität" der Deutschen mit den Amerikanern nicht bloß ein Wort sei, "sondern von Taten untermauert wird", sagte Schröder am Dienstag nach einem halbstündigen Gespräch mit US-Präsident George W. Bush in Washington.

Schröder sagte, er habe mit Bush über einen militärischen Beitrag der Deutschen gesprochen. Zu den Details wollte sich der Kanzler nicht äußern. Einzelheiten in der Öffentlichkeit auszubreiten. mache "überhaupt keinen Sinn" und würde "nur dem Gegner helfen", betonte er. Über den deutschen Beitrag werde "zu gegebener Zeit" und "nach ausführlicher Diskussion" gemeinsam mit den Amerikanern entschieden.

Der Kanzler unterstrich, er sei sich mit Bush einig, dass der Kampf gegen den Terrorismus eine umfassende Angelegenheit sei. Dazu gehörten auch politische und diplomatische Aktivitäten. Wichtig sei es auch, herauszustreichen, dass die Militäraktionen in Afghanistan nicht gegen das afghanische Volk oder den Islam gerichtet seien, sondern gegen den Moslemextremisten Osama bin Laden und das "verbrecherische Regime", das ihn unterstütze. Schröder begrüßte in diesem Zusammenhang, dass die USA ihre Militäraktionen mit humanitärer Hilfe für die afghanische Bevölkerung verknüpfen.

Bush dankte Schröder und der deutschen Bevölkerung für ihre Solidarität. Es gebe "keinen standhafteren Freund" in der Koalition gegen den Terrorismus als Deutschland. Der US-Präsident sagte, er habe mit Schröder auch über den Nahen Osten gesprochen. Er begrüßte, dass Deutschland sich stark für den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern engagiert habe. Der Kanzler wollte anschließend nach New York weiterreisen. Dort wollte er mit UN-Generalsekretär Kofi Annan und Bürgermeister Rudolph Giuliani sprechen.

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