US-Präsident rückt Aussage Snows zurecht
Bush verfolgt Politik eines starken Dollars weiter

Die US-Regierung verfolgt nach Aussage von Präsident George W. Bush eine Politik, die auf einen starken Dollar hinwirkt.

Reuters PARIS. Bush sagte der französischen Tageszeitung "Le Figaro": "Ich werde ihnen (den G8-Staaten) nochmal sagen, dass wir eine Politik des starken Dollar verfolgen." Vertreter der sieben führenden Industrienationen und Russland (G8) treffen sich ab Sonntag im französischen Evian.

US-Finanzminister John Snow hatte jüngst von positiven Auswirkungen eines schwächeren Dollar für die Exportwirtschaft gesprochen. Mit den Äußerungen hatte er für Spekulationen gesorgt, die USA kehrten womöglich von ihrer bisherigen Politik des starken Dollar ab. Die US-Währung hat in den vergangenen Wochen gegenüber dem Euro und dem Yen deutlich an Wert verloren. Auch nach Einschätzung des Gouverneurs der Federal Reserve Bank von San Francisco, Robert Parry, dürfte der schwächere Dollar der US-Wirtschaft helfen. "Er (der schwächere Dollar) wird wahrscheinlich bis von einem gewissen Punkt an unsere Exporte stimulieren. Er wird sicherlich von einem gewissen Punkt an unsere Nachfrage nach Importen einschränken", antwortete Parry am Donnerstag auf Fragen im Anschluss an eine Rede in Kalifornien.

Der Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kenneth Rogoff, sagte am Donnerstag in Washington, der Dollar-Kursrückgang sei gut für die Weltwirtschaft, obwohl dadurch aber etwa das Risiko eine Deflation in Deutschland wachse. Wegen der Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen sei der Dollarrückgang zu begrüßen, sagte Rogoff zu Journalisten. Dies nehme etwas den Druck. Der IWF hat wiederholt die US-Leistungsbilanzdefizite als überhöht bezeichnet. Die Abwertung des Dollar führe in Europa zu einem gewissen Druck. "Eine Senkung der Zinsen könnte diesen Druck mildern", sagte Rogoff weiter.

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