US-Präsident schließt Tat von amerikanischen Terroristen nicht aus
Bush: Keine direkte Verbindung zwischen Anthrax und bin Laden

US-Präsident George W. Bush hat nicht ausgeschlossen, dass die Angriffe mit Milzbrandbakterien das Werk amerikanischer Terroristen sein könnten.

ap WASHINGTON. Bush sagte am Rande einer Konferenz in Schanghai, es gebe keine direkte Verbindung zwischen den Anthrax-Anschlägen und dem Terrornetzwerk El Kaida des Islamistenführers Osama bin Laden. Die Urheber dieser Taten würden zur Rechenschaft gezogen, sagte Bush.

Am Donnerstag war in den USA der dritte der großen Fernsehsender zum Ziel eines Angriffs mit dem Milzbranderreger geworden. Eine Mitarbeiterin von CBS-Nachrichtenmoderator Dan Rather wurde am Donnerstag positiv auf Hautmilzbrand getestet. Zuvor waren bereits die Sender NBC und ABC Ziel von Bioangriffen. Die Bundespolizei FBI setzte eine Million Dollar Belohnung für Hinweise auf die Täter aus. Auch ein Mitarbeiter der amerikanischen Post ist mit dem Anthraxerreger infiziert, wie am Donnerstag bekannt wurde. Damit sind seit dem Auftauchen mit Milzbranderregern verseuchter Briefe an Medien und Politiker am 4. Oktober sechs Menschen angesteckt worden. Ein Journalist starb bereits an der Krankheit.

Der Fraktionsvorsitzende der Demokraten im Senat, Thomas Daschle, erklärte in einem Interview mit NBC, in seinem Büro seien einige zusätzliche Kontaminationen festgestellt worden. Daschle hatte am Montag einen Brief mit Milzbranderregern erhalten. Nach dem Anschlag auf Daschle blieben sechs Büros von Senat und das Repräsentantenhaus für Untersuchungen und zur Dekontamination geschlossen. Die Senatoren zeigten sich aber entschlossen, ihre Arbeit fortzusetzen. Daschle sagte am Donnerstag, es gebe keine Anzeichen für eine Verseuchung der Lüftungsanlage mit Milzbranderregern.

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