US-Präsident will "umfassenden Plan" vorlegen
Bush schickt Powell in den Nahen Osten

Der amerikanische Präsident George W. Bush schickt seinen Außenminister Colin Powell in den Nahen Osten. Dies teilten Regierungsbeamte am Donnerstag mit. Die US-Regierung will nach Angaben des Präsidialamtes die "moralische Führungsrolle" zur Beendigung des Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern übernehmen.

rtr/wiwo/ap WASHINGTON. Präsidentensprecher Ari Fleischer erklärte in Washington, Bush wolle dazu beitragen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Frieden wieder gedeihen könne. Die Lage in der Region hatte sich am Donnerstag weiter zugespitzt und weltweite Besorgnis ausgelöst. Ein US-Regierungsbeamter erklärte, der US-Präsident wolle Einzelheiten seines neuen Plans zu Vermittlung später bekannt geben. Er habe einen umfassenden Plan, um den Teufelskreis in dem blutigen Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern zu durchbrechen. Der Plan sei mit verbündeten Staaten abgesprochen worden. Der Zeitpunkt der Reise Powells wurde zunächst nicht genannt

Zuvor hatte EU-Kommissionspräsident Romano Prodi die Vermittlungsversuche der USA im Nahen Osten öffentlich für gescheitert erklärt und eine europäische Delegation in die Region entsandt. Die USA hatten dies zurückgewiesen.

Der US-Regierung steht in der Kritik, keine klare Linie im Nahost-Konflikt zu verfolgen. Bush wurde vorgehalten, sich nicht direkt eingeschaltet zu haben, um ein Ende der Gewalt zu erreichen.

Die EU schickte am Donnerstag eine ranghohe Delegation nach Israel, um mit Ministerpräsident Ariel Scharon sowie dem palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat zu sprechen. Allerdings verweigerte Scharon der Delegation unter Führung des außenpolitischen EU-Beauftragten Javier Solana und des spanischen Außenministers Josep Pique ein Treffen mit Arafat.

Scharon traf mit US-Vermittler Anthony Zinni zusammen, der ebenfalls mit Arafat zu sprechen wünschte. Der israelische Regierungschef hatte eine entsprechende Bitte von US-Außenminister Powell zuvor noch in einem Telefonat zurückgewiesen. Auch Powells Bitte um eine Erleichterung der Belagerung Arafats wurde israelischen Presseberichten zufolge verwehrt.

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