US-Präsidentschaftskandidatur
Republikaner Mitt Romney steigt aus

Die Reihen lichten sich: Der Republikaner Mitt Romney hat sich überraschend aus dem Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur verabschiedet. „Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt beiseitetreten sollte - für unsere Partei und für unser Land“, erklärte der frühere Gouverneur von Massachusetts.

HB WASHINGTON. Damit bleiben auf Seiten der Republikaner noch der Senator John McCain aus Arizona und der ehemaliger Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, im Rennen. Allerdings gilt der 71-jährige McCain seit seinem Erfolg bei den Vorwahlen am „Super Tuesday“ in dieser Woche als klarer Favorit

.

Romney wäre der erste Mormone gewesen, der im Falle seiner Wahl ins Weiße Haus eingezogen wäre. Allerdings schrieben ihm Experten zuletzt kaum noch Chancen zu, nachdem Romney am „Super Tuesday“ 14 von 21 Bundesstaaten verloren hatte. Zunächst hatte der 60-Jährige nach den Wahlen angekündigt, trotzdem weiterkämpfen zu wollen. Die Entscheidung für den Rückzug fiel dann nach Gesprächen mit seinen Beratern am Mittwoch.

Dies sei ihm nicht leicht gefallen, betonte Romney. „Ich hasse es, zu verlieren.“ Eine Empfehlung für McCain gab er während seiner Rede vor der Conservative Political Action Conference nicht ab. Beide Politiker hatten sich in den vergangenen Wochen einen erbitterten Wahlkampf geliefert.

Viele Republikaner sprachen sich zuletzt dafür aus, den parteiinternen Wettkampf zwischen McCain, Romney und Huckabee zu beenden, um die Kräfte auf die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner zu richten, den Demokraten. Dort liefern sich derzeit noch die frühere First Lady Hillary Clinton und der Senator aus Illinois, Barack Obama, ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Präsidentschaftskandidatur. Romney erklärte, würde er weitermachen, nütze dies womöglich nur dem gegnerischen Lager.

Nach Ansicht von Beobachtern dürfte nach Romneys Entscheidung nun auch der Druck auf Huckabee steigen, seinen Rückzug zu erklären.

Die eigentliche Präsidentenwahl findet erst im November statt. Amtsinhaber George W. Bush darf dann nicht mehr antreten.

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