US-Präsidentschaftswahl
Obama schlägt Clinton aus dem Feld

Barack Obama ist der Kandidat der Demokraten für die US-Präsidentschaftswahl 2008. Mit einem letzten Sieg in Montana und einer großen Welle von Superdelegierten schlug der Senator aus Illinois seine Konkurrentin Hillary Clinton aus dem Feld. Auch wenn die Ex-First Lady noch immer nicht aufgeben will.

DÜSSELDORF/WASHINGTON. Fünf Monate lang waren die beiden wie siamesische Zwillinge durchs Land gezogen und hatten sich Vorwahl um Vorwahl ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Am Ende einer dramatischen Nacht waren es dann der winzige Bundesstaat Montana und eine wahre Welle von Superdelegierten, die ins Lager von Barack Obama überliefen und das Rennen entschieden. Mit rund 2 150 Delegierten hat der Afroamerikaner die Schwelle von 2 118 Mandaten deutlich überschritten, die ihm eine Mehrheit auf dem Parteitag der Demokraten Ende August in Denver sichert – die Nominierung ist Obama nicht mehr zu nehmen, jetzt nimmt er Kurs auf den Zweikampf mit dem Republikaner John McCain, um im November als erster Schwarzer in das Weiße Haus einzuziehen.

„Heute Abend kann ich mich vor Euch stellen und Euch sagen, dass ich der Kandidat der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl sein werde“, sagte Obama in seiner Siegesrede vor 2 0000 begeisterten Anhängern in der Sportarena von St. Paul, Minnesota. Nicht zufällig hatte er seinen Auftritt genau in die Halle gelegt, in der Anfang September der Parteitag der Republikaner stattfindet.

Minutenlang pries Obama seine unerbittliche Konkurrentin Hillary Clinton, „nicht nur als Frau, die getan hat, was keine Frau vor ihr geschafft hat“, sondern auch weil sie Millionen von Amerikanern mit „Stärke, Mut ihrem Einsatz für die Sache der Demokraten“ inspiriert habe. Die Partei stünde heute besser da, er selbst sei heute ein besserer Kandidat – dank Hillary.

Clinton hatte ihre Getreuen zu einer Rede in ihre politische Heimat New York geladen und damit hohe Erwartungen geweckt – doch dann schreckte sie vor einer großen Versöhnungsgeste zurück und rang sich nur zu einer Gratulation für Obamas „großartigen Wahlkampf“ durch – aber nicht für seine Nominierung. „Es war ein langer Wahlkampf, und heute Abend werde ich noch keine Entscheidung treffen“, sagte die Senatorin. Sie wolle die kommenden Tage nutzen, um mit „Anhängern und Parteiführern zu beraten, was im besten Interesse der Partei ist“. Ein Eingeständnis der Niederlage vermied sie.

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