US-Raketenabwehr soll das Gesprächsthema in Russland sein
Fischer will Putin in Russland treffen

Am kommenden Montag reist Bundesaußenminister Joschka Fischer nach Moskau. Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem russischen Präsidenten Putin und dem Amtskollegen Iwanow dürfte die US-Raketenabwehr stehen.

dpa BERLIN. Bundesaußenminister Joschka Fischer wird am kommenden Montag nach Moskau reisen und dort mit seinem russischen Amtskollegen Igor Iwanow und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammentreffen. Im Mittelpunkt der Gespräche dürften die Pläne der USA für eine nationale Raketenabwehr (NMD) stehen.

Das NMD-Vorhaben der Vereinigten Staaten hatte zu einem Streit mit russischen und europäischen Verteidigungsexperten geführt. Russland sei in der Lage, eine eigene Antwort auf das US-Vorhaben zu finden, hatte der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergej Iwanow, kürzlich bei der Münchner Sicherheitskonferenz betont. Russland lehne die amerikanischen Pläne ab, weil diese das Fundament der strategischen Stabilität untergraben würden.

Die USA entwickeln weiter ihr Raketenabwehrsystem

Der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld erklärte mehrfach, die USA würden die Raketenabwehr auch gegen die Bedenken der Europäer weiter entwickeln. Nach Gesprächen zwischen Washington und Moskau ist nun Russland aber optimistischer, was eine gemeinsame Lösung angeht.

Die Bundesregierung steht dem amerikanischen NMD-Projekt sehr skeptisch gegenüber. Fischer, der eine Woche später zu seinem Antrittsbesuch nach Washington fliegt, wird wohl mit beiden Seiten ausführliche Gespräche über NMD führen.

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