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US-Regierung setzt auf Stromsparen in Kalifornien

Bundesangestellte im US- Bundesstaat Kalifornien werden es in diesem Sommer etwas wärmer haben, und auch für mehr sportliche Fitness der Beamten wird wohl gesorgt. Wie am Donnerstag aus dem Energieministerium in Washington verlautete, will US-Präsident George W. Bush zur Bekämpfung der notorischen Strom-Knappheit in Kalifornien die Regierungsangestellten anweisen, die Thermostate in ihren Büros im Sommer auf 78 Grad Fahrenheit (25,5 Grad Celsius) hoch zu stellen, um so die Benutzung der Klimaanlagen zu minimieren.

Reuters WASHINGTON. Außerdem sollen wegen der erhofften Stromeinsparung die Fahrstühle in den Regierungsgebäuden abgeschaltet werden. Die Beamten müssen dann - stromsparend - Treppen laufen.

Die Bush-Regierung setzt damit eine Offensive der Vorgänger-Regierung Bill Clinton fort. Diese hatte im Dezember angesichts notorischer Stromknappheiten in Kalifornien angeordnet, unnötige Beleuchtungseinrichtungen, leer laufende Computer und andere Stromzehrer auszuschalten. Energieminister Spencer Abraham kündigte am Donnerstag vor einer Anhörung des Kongresses über den Haushalt seines Ministeriums in Washington an, er selbst werde die Energiesparpläne den Betroffenen in Kalifornien vor Ort erläutern.

Maßnahmen zur zusätzlichen Energieversorgung seien kurzfristig schwer umzusetzen, sagte Abraham. Also müsse etwas auf der Verbraucher-Seite geschehen. Einige Abgeordnete hatten vorgeschlagen, atomar angetriebene US-Kriegsschiffe sollten an das Stromnetz von Kalifornien angeschlossen werden, um die ständigen Blackouts im Stromnetz der Kalifornier künftig zu vermeiden. Am Mittwoch war in Regierungskreisen angekündigt worden, Präsident Bush werde in Kürze eine Direktive ausgeben, mit der alle US-Regierungsstellen zu mehr Stromsparen aufgefordert werden sollten.

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