US-Regierung und Microsoft machen mobil
Warnung vor dem Computervirus Code Red

Die US-Regierung, die amerikanische Bundespolizei FBI und die Softwarefirma Microsoft machen gemeinsam gegen den Coputervirus Code Red mobil.

ap WASHINGTON. Die US-Regierung und die amerikanische Bundespolizei FBI haben Anwender von einigen Microsoft-Betriebssystemen vor dem Computervirus Code Red gewarnt. Bei Code Red handelt es sich um einen so genannten Wurm, der sich selbstständig weiterverbreitet und Internetseiten mit den Worten "Hacked by Chinese" unkenntlich macht. Code Red zerstört keine Daten, es tauchten jedoch bereits zwei Varianten des Virus auf.

Techniker entdeckten den Wurm vor zwei Wochen und benannten ihn nach einem Erfrischungsgetränk. Sein Urheber ist bislang unbekannt. Code Red ist so programmiert, dass er sich in den ersten 20 Tage eines Monats weiterverbreitet. Unter anderen griff er die Website des Weißen Hauses in Washington an. Der erste Angriff vor zwei Wochen scheiterte, weil die Verantwortlichen technische Vorkehrungen ergriffen hatten.

Bei dem Angriff handelte es sich um einen so genannten Distributed-Denial-of-Service-Angriff (DDoS). Dabei wird ein bestimmter Rechner von vielen anderen Computern gleichzeitig so sehr mit Daten überflutet, dass er schließlich zusammenbricht. Code Red manipuliert die infizierten Rechner so, dass sie alle zum gleichen Zeitpunkt eine Anfrage an einen Zielrechner starten. Betroffen sind nur Computer, die das Betriebssystem Windows NT oder Windows 2000 in der englischen Sprache verwenden. Die Systeme Windows 95, Windows 98 oder Windows Me werden nicht infiziert.

Die Experten des amerikanischen Zentrums für Computersicherheit (Cert) erwarteten einen neuen Angriff in der Nacht zum Mittwoch. "Diese Ausbreitung hat das Potenzial, die geschäftliche und private Nutzung des Internets für Anwendungen wie den elektronischen Handel, E-Mail und Unterhaltung zu stören", hieß es in einer Cert-Warnung.

Der Wurm Code Red hatte bei seinem Auftreten am 19. Juli innerhalb weniger Stunden weltweit mehr als 250 000 Rechner befallen. Er verbreitet sich schneller als alle Computerviren in der jüngsten Zeit. Der oder die Autoren des Wurms nutzen dabei eine Sicherheitslücke in Microsoft-Betriebssystemen. Für diesen Fehler gibt es zwar inzwischen eine Korrektur, allerdings wird sie nicht überall eingesetzt.

Service:

Pressemeldung von Digital Island (engl.)


Homepage des NIPC (National infrastructur protection center)


Homepage von

Microsoft

bietet Hilfe an

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%