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US-Regierung warnt vor neuen Terroranschlägen in den nächsten Tagen

Die US-Regierung hat am Montag vor möglichen neuen Terroranschlägen im Laufe der nächsten sieben Tage gewarnt. Es gebe glaubwürdige Informationen, dass Attacken in den USA oder gegen US-Einrichtungen in Übersee geplant seien, sagte Justizminister John Ashcroft in Washington.

dpa-afx WASHINGTON. Ashcroft wies darauf hin, dass es keine Hinweise auf die etwaigen Ziele oder die mögliche Anschlagsmethode gebe. Die Regierung nehme die Informationen aber sehr ernst und betrachte es als ihre Verantwortung, die Öffentlichkeit zu warnen und sie zu erhöhter Wachsamkeit aufzurufen. Alle zuständigen Behörden träfen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Es ist die zweite offizielle Warnung der US- Regierung nach den Anschlägen vom 11. September. Die erste hatte es am 11. Oktober gegeben.

Ein Passagierflugzeug von Typ Boeing 757 der American Airlines mit 141 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern an Bord musste kurz nach der Warnung auf Grund eines falschen Alarms auf dem Dulles Flughafen in Washington landen, wie der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf die US-Bundeskriminalpolizei FBI berichtete. Die Boeing war wegen einer schriftliche Drohung, die an Bord gefunden worden war, auf dem Weg von New York nach Dallas (Texas) nach Washington umgeleitet worden. Die Passagiere verließen die Maschine über Notrutschen. Der westliche Teil der Flughafen wurde zeitweise vorsorglich geschlossen.

Unterdessen setzten die USA ihre Luftangriffe gegen Afghanistan auch am Dienstag fort. Ziel der mehrstündigen Attacken sei die Taliban-Hochburg Kandahar im Süden des Landes gewesen. Die Flugabwehr sei aktiv geworden.

Briten halten Feuerpause für denkbar

Laut dem britischen Außenminister Jack Straw ist eine Bombenpause während des moslemischen Fastenmonats Ramadan denkbar. Er wolle aber keine falschen Hoffnungen wecken, sagte Straw am Montag in einem BBC- Interview. Man solle aber daran denken, dass auch im Krieg zwischen dem Irak und Iran im Fastenmonat weitergekämpft worden sei. Die entscheidende Frage laute, ob eine Feuerpause dem Frieden oder den Terroristen nütze.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld teilte mit, dass bei den Luftangriffen auf Afghanistan mehrere Führer der Taliban-Miliz und der Terrororganisation El Kaida ums Leben gekommen seien, aber niemand davon gehöre zur "Topebene". Rumsfeld bestätigte zugleich, dass die USA die oppositionelle Nordallianz in Afghanistan mit Munition versorgen. Die Lieferungen erfolgten per Fallschirm- Abwürfen.

Der Minister machte zudem Taliban und El Kaida für Zivilopfer im Afghanistan-Krieg verantwortlich. Sie benutzten Zivilisten als menschliche Schutzschilde, indem sie Panzer und Artillerie in unmittelbarer Nähe ziviler Einrichtungen wie Schulen stationierten.

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