US-Senat prüft
Verzögern Plattenfirmen den Zugang zu Musik im Internet?

Noch immer beschäftigt den US-Senat der Internet-Vertrieb von Musik. Laut einem Bericht des Wall Street Journals wird nun geprüft, ob die Unternehmen mit einer Verzögerungstaktik den Zugang zu Musik im Internet verhindern wollen.

WASHINGTON. In einer Anhörung warf der Senat den Produktionsfirmen vor, sie würden sich sträuben, mit Internet-Anbietern Verträge zu schließen. Zur gleichen Zeit rügten die Gesetzgeber die Internetfirma Napster, deren Musiktausch-Börse noch immer nicht den richterlichen Anordnungen genüge. Vorsitzender Orrin G. Hatch erklärte, es sei frustrierend, dass es Monate dauere, populäre Lieder im Internet verfügbar zu machen.

Die Anhörung fand kurz nach der Ankündigung von AOL und der Emi Group statt, Musik online zu verkaufen. An dem geplanten Joint Venture "Music Net" sind auch Real Networks und die Bertelsmann AG beteiligt.

Nun kommen neue Konflikte auf, die das digitale Musik-Geschäft beeinträchtigen. Musiker und Händler fordern, an der "Celestial Jukebox" (virtuellen Jukebox) beteiligt zu werden.

Künstler wie Don Henley und Alanis Morissette haben sich beim Senat beschwert, dass Musiker zunehmend von Internet-Übertragungen ausgeschlossen werden. "Es gibt eine Menge Details, die erläutert werden müssen", sagte Don Henley.

Noch war der Senat jedoch nicht bereit, mit Hilfe der Gesetzgebung für klare Verhältnisse zu sorgen. Senator Hatch schlug vor, die Regierung könne den Labels Anreize wie etwa Steuererleichterungen anbieten, um die Verhandlungen zu beschleunigen. Richard Parsons von AOL Time Warner war nicht sehr angetan von dem Vorschlag. "Man muss ein bisschen Glauben an den Markt mitbringen", meinte er. Es erfordere eben Zeit, wenn konkurrierende Firmen sich einigen wollen.

Die Gesetzgeber verwarfen die Idee die Plattenfirmen zu zwingen, Musik an Internet-Firmen und andere mit einer zeitlich begrenzten Lizenz zu verkaufen. Dies hätte eine Änderung der US-Gesetze erfordert.

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