US-Sicherheitsberaterin mit schweren Vorwürfen
Rice: Iran liegt direkt auf der "Achse des Bösen"

Iran liegt nach den Worten der nationalen Sicherheitsberaterin der USA, Condoleezza Rice, wegen seiner Unterstützung des Terrorismus und seinen Bemühungen, Massenvernichtungswaffen zu bekommen, direkt auf der "Achse des Bösen".

Reuters WASHINGTON. Iran liege wegen seines Verhaltens direkt auf der "Achse des Bösen", ob es um Massenvernichtungswaffen oder Terrorismus gehe, sagte Rice am Montag nach einer Rede vor der Johns Hopkins Universität im US-Bundesstaat Maryland. US-Präsident George W. Bush hatte Ende Januar in seiner Rede zur Lage der Nation Iran, Irak und Nordkorea als "Achse des Bösen" bezeichnet. Alle drei Staaten haben die Bezeichnung zurückgewiesen.

"Unser Problem mit Iran ist, dass seine Politik so zerstörerisch für die internationale Politik ist - von der Unterstützung des Terrorismus weltweit bis zur Unterstützung des Terrorismus im Nahen Osten", sagte Rice weiter. Bush hatte Iran im Rahmen der US-Bemühungen um ein Ende der palästinensischen Selbstmordanschläge und der israelischen Vergeltungsschläge aufgerufen, Terrorismus nicht weiter zu unterstützen. Es sei fraglich, ob das iranische Verhalten durch Engagement von außen zu beeinflussen sei, sagte Rice. Die Reformer hätten in dem Land relativ wenig Einfluss.

Die USA waren bis 1979, als der Schah des Iran durch eine Revolution gestürzt wurde, die engsten Verbündeten Irans. Die beiden Staaten brachen ihre Beziehungen ab und wurden 1980 zu erbitterten Feinden, als Revolutionäre die US-Botschaft besetzten und 52 Botschaftsangehörige als Geiseln nahmen. Sie kamen erst nach mehr als einem Jahr frei.

Geteilte Meinung

Unter dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton näherten sich die USA Iran wieder etwas an. Der 1997 gewählte Präsident Irans Mohammad Chatami gilt als Reformer. In US-Regierungskreisen sind die Meinungen allerdings geteilt, ob es in Iran zu grundlegenden demokratischen Veränderungen kommen werde, da der Kampf zwischen Vertretern der harten Linie und Reformern noch nicht ausgefochten sei. Mit Blick auf die Vertreter der harten Linie sagte Rice: "Es gibt einige nicht Gewählte, die weiterhin die Hoffnungen des Volkes enttäuschen."

Ohne ein bestimmtes Land beim Namen zu nennen sagte Rice weiter: "Wir müssen erkennen, dass wahrhaftig böse Regime nie reformiert werden. Und wir müssen erkennen, dass solche Regime konfrontiert werden müssen, nicht gehätschelt.

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