US-Soldaten erschiessen zwei Iraker
Saddams Sekretär im Irak festgenommen

Die US-Truppen im Irak haben nach eigenen Angaben mit Abid Hamid Mahmud el Tikriti einen der engsten Mitarbeiter des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein festgenommen.

rtr BAGDAD. Der Berater des Präsidenten war die Nummer vier auf der US-Liste der 55 meistgesuchten irakischen Politiker, Militärs und Funktionäre, sagte ein US-Armeesprecher am Mittwoch in Bagdad. In dem von der US-Armee ausgegebenen Kartenspiel mit den Fahndungsfotos ist er das Karo Ass. Einzelheiten über die Festnahme wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

Kurz zuvor hatte ein US-General berichtet, seine Truppen hätten zwei Bauernhöfe in der Nähe von Saddams Geburtsstadt Tikrit durchsucht und etwa 50 Angehörige der früheren Republikanischen Garde und der Sicherheitskräfte festgenommen. Bei der Aktion seien auch mehrere Mill. Dollar, Euro, britische Pfund und syrische Dinar gefunden worden. Offenbar seien sie teilweise als Kopfgeld für die Tötung von US-Soldaten bestimmt gewesen.

Die US-Besatzungstruppen haben in den vergangenen Tagen ihre Razzien im Irak intensiviert, weil die Anschläge auf ihre Soldaten zugenommen haben. Am Mittwoch wurde ein US-Soldat in Bagdad aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug heraus erschossen. Außerdem gab es zunächst unbestätigte Berichte über zwei weitere US-Soldaten, die durch Granaten getötet worden seien. Mindestens 42 starben durch Anschläge seit dem Ende der Kampfhandlungen Anfang Mai. Die Armee macht militante Anhänger Saddams für die Anschläge verantwortlich.

US-Soldaten erschiessen zwei Iraker

Bei einer Demonstration vor dem Gebäude der US-Verwaltung in Bagdad haben US-Soldaten zwei Iraker erschossen. Die Soldaten seien mit Steinen beworfen worden und hätten in Notwehr gehandelt, teilte die Armee mit. Angeführt von ehemaligen irakischen Soldaten hatten rund 2000 Iraker gegen die Besetzung ihres Landes protestiert. Die ehemaligen irakischen Soldaten protestierten gegen die Auflösung der Sicherheitsapparate durch den US-Verwalter Paul Bremer. Dadurch waren 400000 Angehörige dieser Dienste arbeitslos geworden.

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