US-Sprecher: mehr als hundert El-Kaida-Kämpfer getötet
Afghanische Kriegsherren sollen Offensive verstärken

Die afghanische Übergangsregierung hat nach Angaben eines örtlichen Kommandeurs einheimische Verstärkung für die Offensive gegen mutmaßliche Taliban- und El-Kaida-Kämpfer in der östlichen Provinz Paktia angefordert.

afp GARDES/BAGRAM. Wie Mohammed Isak, Hauptkommandeur in Paktias Hauptstadt Gardes am Donnerstag mitteilte, richtet sich die Aufforderung zur Teilnahme an der US-geführten "Operation Anaconda" an den usbekischstämmigen Kriegsherren Abdul Raschid Dostum, dem Hasara-Chef Mohammed Karim Chalili und andere Truppenführer. Der Appell gehe von Verteidigungsminister Mohammend Kasim Fahim aus. Er habe ihn am Mittwoch bei einem Treffen in Kabul geäußert. Dabei berieten mehrere Kriegsherren mit der Übergangsregierung über den Aufbau einer regulären afghanischen Armee.

Bei den Boden- und Luftangriffen im Zuge der "Operation Anaconda" in Ostafghanistan wurden nach Angaben eines US-Militärsprechers am Mittwoch mehr als hundert mutmaßliche El-Kaida-Kämpfer getötet. Der Sprecher sagte auf dem Luftwaffenstützpunkt von Bagram nördlich von Kabul, zusätzlicxhe El-Kaida-Kämpfer seien in die Kampfregion eingesickert. Ihre Zahl könne mittlerweile über tausend liegen.

Der Chef der "Operation Anaconda", US-General Frank Hagenbeck, hatte am Mittwoch von 600 bis 700 Kämpfern gesprochen, von denen die Hälfte getötet worden sei. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Washington waren bis zu 300 weitere Soldaten und zusätzliche Kampfhubschrauber auf dem Weg in das Kampfgebiet in den Arma-Bergen. Dort waren bislang etwa 800 US-Soldaten eingesetzt.

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