US-Streitkräfte alarmiert
Die Abfangjäger kamen zu spät

Das nordamerikanische Luftverteidigungskommando NORAD hatte zumindest eines der vier am Dienstag von Terroristen entführten Flugzeuge im Visier.

ap WASHINGTON. Wie ein Sprecher am Dienstagabend mitteilte, kamen die alarmierten Abfangjäger aber zu spät. Noch während der Alarmstarts der Jäger raste die Passagiermaschine in einen der Türme des World Trade Centers und löste dort eine gewaltige Explosion und einen verheerenden Brand aus. "Wir sind darauf vorbereitet, Flugzeuge abzufangen, die eine Bedrohung für die Bevölkerung darstellen", sagte NORAD-Sprecher Oberst Mike Perini. "Es ist nicht undenkbar, dass ein solches Flugzeug auch abgeschossen wird." Allerdings sei keines der vier am Dienstag von Selbstmordattentätern gekaperten Flugzeuge abgeschossen worden. Dies schließt auch die Maschine ein, die mit 45 Personen an Bord in Pennsylvania auf freies Feld stürzte.

Unmittelbar nach der Anschlagsserie, bei der wahrscheinlich mehre tausend Menschen ums Leben kamen, verstärkte NORAD die US-Luftverteidigung. Jagdflugzeuge stiegen auf, begleitet von Tankflugzeugen, um die Reichweite zu erhöhen. Weltweit wurde für die US-Streitkräfte der "Verteidigungszustand Delta" (DEFCON Delta) ausgerufen, die höchste der verfügbaren Alarmstufen.

Die US-Marine entsandte zwei Flugzeugträger und mehrere Zerstörer und Fregatten in die Gewässer vor New York. Ebenso wurde das Hopsitalschiff "USNS Comfort" nach dort in Marsch gesetzt. Die Flugzeugträger "USS John F. Kennedy" und "USS George Washington" sollen nicht nur bei der Luftraumüberwachung helfen, sondern wie die "Comfort" auch bei der Versorgung der Verletzten eingesetzt werden. Auch vor der Pazifikküste marschierten Kriegsschiffe auf.

Die US-Streitkräfte ließen aber die nächsten Schritte bei der Bekämpfung der Drahtzieher des folgenschwersten Terroranschlags der Geschichte im Dunkeln. "Ich habe nicht vor, darüber zu reden, was als nächstes kommt", sagte der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Henry H. Shelton in einer Pressekonferenz. "Aber es gibt keinen Zweifel, dass unsere Streitkräfte bereit stehen."

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