US-Telekomkonzern schreibt wieder schwarze Zahlen
Kostenbremse brint Sprint wieder auf Kurs

Der US-Telekomkonzern Sprint hat 2002 nach Milliarden-Verlusten wieder schwarze Zahlen geschrieben. Unter dem Strich fiel ein Nettogewinn von 630 Millionen Dollar an nach einem Verlust von 1,4 Milliarden Dollar im Vorjahr.

HB/dpa NEW YORK. Sprint, der viertgrößte US-Anbieter von Fernsprechdiensten, begründete den Gewinn am Mittwoch mit Kosteneinsparungen. Der Umsatz verbesserte sich leicht auf 26,63 Milliarden Dollar (Vorjahr: 26,52 Milliarden Dollar).

Auch das Ergebnis im vierten Quartal war mit einem Gewinn von 39 Millionen Dollar (Vorjahr: 1,23 Milliarden Dollar Verlust) wieder positiv. Der Quartalsumsatz des in Overland Park (Kansas) ansässigen Unternehmens war mit 6,53 Milliarden Dollar praktisch unverändert.

Der scheidende Vorstandschef William Esrey hatte mehr als 15 000 Arbeitsplätze abgebaut, um der flachen Umsatzentwicklung Rechnung zu tragen. Hierdurch rutschte Sprint unter den führenden Fernsprechunternehmen auf Platz vier hinter Verizon. AT&T ist der Branchenerste und WorldCom ist die Nummer zwei.

Wie die Online-Ausgabe der Zeitung "The Wall Street Journal" am Mittwoch meldete, habe der Verwaltungsrat Esrey und den Präsidenten des Unternehmens, Ronald Le May, zum Rücktritt gezwungen. Beide hätten Steuerschlupflöcher in einer Art und Weise benutzt, die zu Ermittlungen des Finanzamtes geführt hätten, schrieb das Blatt. Anfangs hatte es geheißen, Esrey sei wegen seiner Krebserkrankung zurückgetreten.

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