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US-Terroralarm trifft am deutschen Finanzmarkt auf geteiltes Echo

(dpa-AFX) Frankfurt - Die neuerliche Warnung der US-Regierung vor Anschlägen der Terrororganisation El Kaida auf die Wall Street stößt bei deutschen Aktienhändlern auf unterschiedliches Echo. Während einige Marktbeobachter die Terrorwarnung sehr ernst nahmen, bezeichnete ein anderer Experte sie als "Propaganda".

(dpa-AFX) Frankfurt - Die neuerliche Warnung der US-Regierung vor Anschlägen der Terrororganisation El Kaida auf die Wall Street stößt bei deutschen Aktienhändlern auf unterschiedliches Echo. Während einige Marktbeobachter die Terrorwarnung sehr ernst nahmen, bezeichnete ein anderer Experte sie als "Propaganda".

"Es ist schon erstaunlich, wie konkret die angeblichen Anhaltspunkte sind. Ernst nehmen sollte man die Warnung daher schon", sagte Aktienstratege Christian Schmidt von der Helaba. Ein Händler nannte die Warnungen als Hauptgrund für die Kursschwäche an den europäischen und japanischen Aktienmärkten.

Dagegen warnte Raed Mustafa von der von der Baden Bank-Württembergischen davor, dass das Thema Terrorismus im Wahlkampf missbraucht werden könnte: "Die US-Regierung hat nur noch rund drei Monate Zeit bis zu den Wahlen, und ein großes Thema ist der Kampf gegen den Terror, daher müssen sie wohl was tun", sagte Mustafa. Ein anderer Marktteilnehmer bezeichnete die die jüngsten Terrorwarnungen schlichtweg als "Propaganda".

'Terrorwarnung Treibt DEN Ölpreis'

Ein anderer Marktteilnehmer wollte dem nicht zustimmen: "Ähnliche Warnungen haben sich in der Vergangenheit zwar immer als heiße Luft erwiesen, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass man solch ein sensibles Thema zu Wahlkampfzwecken missbraucht." Hans Huff von der Bankgesellschaft Berlin verwies auf einen anderen Aspekt: "Die Terrorwarnung treibt den Ölpreis, was wiederum die Aktien belastet."

Nach der Terrorwarnung der US-Regierung sind in der Nacht zum Montag vor zahlreichen Bankgebäuden und der New Yorker Börse die Sicherheitsvorkehrungen erheblich verstärkt worden. Vor dem Hauptquartier des Konzerns Prudential Financial in der unweit von New York liegenden Stadt Newark im US-Staat New Jersey sowie vor Filialen der Citibank in Manhattan zogen mit Schnellfeuergewehren ausgerüstete Anti-Terroreinheiten der Polizei auf.

Schutzmassnahmen FÜR DIE UN

Auch für das Hauptquartier der Vereinten Nationen am East River wurden die Schutzmaßnahmen verstärkt. Bereits in der Nacht zum Sonntag hatte die US-Bundespolizei FBI in New York zahlreiche Unternehmen und sowie die UN und andere internationale Organisationen vor möglichen Anschlägen gewarnt.

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