US-Terroranschläge vermiesen das Geschäft
Umsatzeinbrüche im Getränkehandel

Die verheerenden Terroranschläge in den USA haben den deutschen Getränkehändlern das Geschäft vermiest. Die Absagen etwa von Festen und Feiern hätten im September einen Umsatzrückgang von bis zu 20 % verursacht, sagte der Bundesverbands-Vorsitzende des deutschen Getränkefachgroßhandels (GFGH), Günther Guder, am Mittwoch in Düsseldorf.

dpa DÜSSELDORF. Zwar habe sich die Lage inzwischen beruhigt, die meisten Betriebe hätten ihre Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr aber deutlich nach unten korrigiert. Bereits in den ersten sechs Monaten seien die Erträge leicht zurückgegangen.

Damit kann der Großhandel die positive Bilanz des Vorjahres wohl nicht fortsetzen. Nach aktuellen Angaben des GFGH erwirtschafteten seine Mitglieder im Jahr 2000 mit rund 24,6 Mrd. DM (12,6 Mrd. Euro) ein Umsatzplus von 2,5 % gegenüber 1999. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) sei um knapp ein Prozent gestiegen.

Nach den jüngsten Einbrüchen erwartet Guder für seine Branche auch im kommenden Jahr keine Rückkehr in die Gewinnzone. "Durch die sinkende Kaufkraft auf Grund der geplanten Erhöhung der Tabak- und Versicherungssteuer sowie der vierten Stufe der Ökosteuer werden die Menschen voraussichtlich deutlich weniger Getränke konsumieren."

Die 1 240 im GFGH organisierten Unternehmen bestreiten nach eigenen Angaben 79 % des bundesweiten Bier- sowie 88 % des Mineralwasserabsatzes. Bei den so genannten Softgetränken sowie bei den Fruchtsäften beträgt ihr Marktanteil rund 40 %. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 3 650 Getränke-Großhändler.

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