US-Verbraucher sind wieder pessimistischer
Dax gibt seine Gewinne wieder ab

Belastet von schwachen Vorgaben aus den USA haben die deutschen Standardwerte am Dienstag ihre anfänglichen Gewinne wieder abgegeben. Der Dax schloss 0,9 Prozent schwächer bei 4918,58 Zählern. Der MDax lag unterdessen 0,7 Prozent im Minus bei 4374,65 Stellen.

Reuters FRANKFURT. Der Index des US-Verbrauchervertrauens ist im Mai zwar etwas stärker gestiegen als erwartet, Börsianern zufolge signalisiere die dennoch nur leichte Verbesserung eine anhaltende Zurückhaltung gegenüber der weiteren Konjunkturentwicklung.

Einige Analysten begründeten die nachgebenden Aktienkurse außerdem damit, dass der Anstieg des Mitte Mai veröffentlichten Index des US-Verbrauchervertrauens der Universität von Michigan eindrucksvoller ausgefallen sei.

Bei den Unternehmen standen derweil die Aktien der Deutschen Telekom im Mittelpunkt des Interesses, die beflügelt von guten Geschäftszahlen des britischen Konkurrenten Vodafone zeitweise um bis zu 4,7 Prozent zulegten, jedoch im Verlauf der Hauptversammlung ihre Gewinne weitgehend wieder abgaben. Die T-Aktie schloss 0,9 Prozent im Plus bei 12,56 Euro.

"Die Hauptversammlung ist eine Enttäuschung", sagte ein Händler. Die Fondsmanager missbilligten die Strategie der Unternehmensführung und machten Telekom-Chef Ron Sommer für die Probleme des ehemaligen Monopolisten verantwortlich.

Die Papiere der Commerzbank verteuerten sich derweil um 0,5 Prozent auf 19,45 Euro. Firmenchef Klaus Peter Müller geht einem Zeitungsinterview zufolge weiter von einem Gewinn vor Steuern und nach Wertberichtigungen zwischen 700 und 800 Millionen Euro im laufenden Jahr aus.

Im Tagesverlauf gerieten die Versicherer unter Druck. Die Titel der Münchener Rück gehörten mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 261,19 Euro zu den größten Verlierern im Dax. Händler konnten keine eindeutigen Gründe für diese Entwicklung benennen. Versicherungstitel seien derzeit einfach nicht gefragt.

Der im Nebenwerte-Index MDax gelistete Luftschiffbauer Cargolifter gab am Abend bekannt, zahlungsunfähig zu sein. Die Aktien waren kurz zuvor mit einem Minus von gut acht Prozent bis Börsenschluss vom Handel ausgesetzt worden. In der Stunde vor Bekanntgabe der Zahlungsunfähigkeit war das Papier bereits stark unter Druck geraten und hatte mehr als fünf Prozentpunkte eingebüßt.

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