US-Verbraucherpreise steigen weniger als erwartet
Devisen: Euro sinkt

Der Euro ist am Mittwoch deutlich gefallen. Bei lustlosem Handel sackte die europäische Gemeinschaftswährung um über zwei US-Cent kurzzeitig unter die Marke von 0,93 $. Die weniger stark als erwartet gestiegenen US-Verbraucherpreise hätten den Euro belastet, begründeten Marktbeobachter das Minus.

dpa-afx FRANKFURT. Zusätzlich sprach sich der künftige US-Finanzminister Paul O'Neill am Nachmittag für einen starken Dollar aus, was noch einmal auf den Kurs drückte. Um 16.55 Uhr notierte die Devise im Handel bei 0,9302 $. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor den Referenzkurs auf 0,9396 (0,9412) $ fest. Der Dollar verteuerte sich damit leicht auf 2,0816 (2,0780) DM.

"Der Verbraucherpreis-Index in den USA ist weniger gestiegen als erwartet", sagte Jörg Ceh von der Baden Bank-Württembergischen in Stuttgart. Deshalb notierte der Dollar fester. Der Markt erwarte, dass die US-Inflationsrate auf dem jetzigen Stand verharre, erläuterte der Devisenexperte. Es gebe derzeit kein Anzeichen dafür, dass die US-Notenbank Fed auf jeden Fall die Zinsen senken werde.

Wolfgang Grebe, Devisen-Experte bei der BfG Bank, sagte, die Bundesbank habe zudem signalisiert, dass kurzfristig keine Zinssenkung der EZB zu erwarten sei. Grund dafür sei die Inflationsrate in der Eurozone, die über dem EZB-Ziel von 2 % läge. Außerdem erwarteten Marktteilnehmer vermehrt eine schwächere Binnenkonjunktur. Zudem habe sich die Schweizerische Nationalbank für einen starken Franken im Vergleich zum Euro ausgesprochen. "Ich könnte mir vorstellen, dass der Euro bei ungefähr 93 US-Cent strandet", sagte der Devisen-Stratege.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6366 (0,6407) britische Pfund, 110,60 (111,27) japanische Yen und 1,5374 (1,5385) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete in London 263,50 (264,45) $.

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