US-Verbrauchervertrauen besser als erwartet

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US-Verbrauchervertrauen besser als erwartet

Die Stimmung steigt wieder: Der Index ist auf den Stand vor den Terroranschlägen zurückgekehrt. Das lässt für die Konjunktur hoffen.

afp NEW YORK/PARIS. Die Stimmung bei den US-Verbrauchern ist besser als von vielen Experten erwartet. Wie das private US-Wirtschaftsinstitut Conference Board am Dienstag in New York bekannt gab, stieg der Index für das Verbrauchervertrauen im Januar auf 97,3 Punkte. Dies ist der höchste Stand seit dem vergangenen August, dem Monat vor den Terroranschlägen in den USA. Der Index zum Verbrauchervertrauen gilt als wichtiger Hinweis für die Entwicklung der gesamten US-Konjunktur, denn rund zwei Drittel des Bruttoinlandsproduktes der Vereinigten Staaten entsteht aus den Ausgaben der privaten Haushalte.

Der Wert für den Januar lag über den Erwartungen vieler Experten. Im Dezember hatte das Institut noch 94,6 Punkte ermittelt. Mit der Zunahme im Januar stieg der Index den zweiten Monat in Folge. Die Chefvolkswirtin von Conference Board, Gail Fosler, betonte gegenüber AFP, aus ihrer Sicht sei der Aufschwung in den USA schon da: "Wir werden sehen, dass der November in den USA der Tiefpunkt gewesen ist und dass der Aufschwung entweder im Dezember oder Januar begonnen hat."

Auch Lynn Franco, Leiterin des Conference-Board-Forschungszentrums, betonte, das Schlimmste sei wohl vorüber. Die Zuversicht sei getrieben von wachsendem Vertrauen über die Wirtschaftsentwicklung und Aussichten auf mehr Stellen. Sie verwies darauf, dass sich der separat erhobene Index für die Zukunftserwartungen im Januar auf dem höchsten Stand seit einem Jahr befinde. Hier ermittelte Conference Board einen Wert von 96,9, nachdem im Dezember nr 92,4 Punkte erreicht wurden. Ihre momentane Situation schätzten die US-Verbraucher aber gegenüber dem Dezember weiter unverändert ein.

Auch für Europa sah Fosler eine schnellere Erholung als vielfach erwartet. Sie gehe von einer Wende noch vor dem zweiten Quartal aus, sagte sie. Eine Umfrage der "Financial Times Deutschland" unter führenden Volkswirten zur Lage in Deutschland ergab, dass mittlerweile bereits im Frühjahr und nicht erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Erholung der größten Euro-Volkswirtschaft gerechnet wird. Allerdings werde der Aufschwung nur schwach ausfallen.

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