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US-Verbrauchervertrauen im Oktober gestiegen

Das Vertrauen der Amerikaner in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes ist im Oktober trotz der Anschläge vom 11. September der jüngsten Studie der Universität Michigan zufolge wieder gestiegen. Die Universität habe jedoch den Index des Verbrauchervertrauens wie von Analysten erwartet auf 82,7 (erste Schätzung: 83,4) nach unten revidiert, hieß es am Freitag in New Yorker Finanzmarktkreisen.

Reuters NEW YORK. "Nach den Daten dieser Woche halten sich die Verbraucher offenbar besser als die Unternehmen. Das unterstützt die Wirtschaft und signalisiert, dass eine Rezession wohl weniger ausgeprägt ausfallen wird, als viele befürchten", sagte Astrid Adolfson, Volkswirtin beim Haus MCM Moneywatch. Einer Umfrage des Forschungsinstituts Conference Board zufolge rechnen die US-Bürger zwar zunehmend mit einer Rezession, wollen aber geplante Anschaffungen dennoch nicht zurückstellen.

Im September war das Stimmungsbarometer der Universität Michigan um rund zehn Punkte auf 81,8 Punkte und damit das niedrigste Niveau seit fast acht Jahren gefallen. Die Anschläge vom 11. September hatten sich damals merklich in den Einschätzungen der befragten amerikanischen Konsumenten niedergeschlagen. Das Verbrauchervertrauen gilt als wichtiger Maßstab für die zu erwartenden Ausgaben der Amerikaner, die zu zwei Drittel zur gesamten Wirtschaftsleistung der USA beitragen. "Der neue Bericht zeigt einen Rückgang des Vertrauens gegenüber dem vorläufigen. Die Leute sind im Verlauf des Monats pessimistischer geworden", sagte Kevin Logon von Dresdner Kleinwort Wasserstein. "Das könnte aber an den Milzbrandanschlägen liegen", fügte er hinzu.

Nach dem Bericht der Universität Michigan haben sich auch die längerfristigen Erwartungen der amerikanischen Verbraucher verbessert. Der entsprechende Index stieg im Oktober auf 75,5 von 73,5 % im September. "Die generellen Trends sind etwa die gleichen, wie vor dem 11. September", sagte Adolfson weiter.

Einer Umfrage des Conference Board zufolge rechnen mittlerweile immer mehr Amerikaner damit, dass die US-Wirtschaft erstmals seit mehr als zehn Jahren in eine Rezession abgleitet. Dennoch geht weniger als die Hälfte davon aus, dass die Ereignisse vom 11. September die finanzielle Situation des eigenen Haushalts beeinträchtigen werden. 90 % der Befragten wollen sogar ungeachtet der Vorkommnisse keine ihrer geplanten größeren Anschaffungen verschieben.

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