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US-Versicherer AIG erhöht trotz Hurrikanschäden den Quartalsgewinn

Der US-Versicherungskonzern American International Group (AIG) hat im dritten Quartal trotz Schäden durch zahlreiche Wirbelstürme seinen Überschuss gesteigert. Zugleich verfehlte das Unternehmen aber die Erwartungen der Analysten.

dpa-afx NEW YORK. Der US-Versicherungskonzern American International Group (AIG) hat im dritten Quartal trotz Schäden durch zahlreiche Wirbelstürme seinen Überschuss gesteigert. Zugleich verfehlte das Unternehmen aber die Erwartungen der Analysten.

Der Nettogewinn sei im abgelaufenen Quartal um 7,5 Prozent auf 2,51 Mrd. Dollar gestiegen, teilte das im Dow Jones Industrial Average notierte Unternehmen am Donnerstag mit. Das entspreche einem Gewinn von 95 Cent (Vorjahr: 89 Cent) je Aktie. Ohne das Anlageergebnis betrage der Gewinn je Aktie 0,97 Dollar (Vorjahr: 0,98 Dollar). Von Thomson First Call befragte Analysten hatten hier allerdings etwas mehr erwartet.

Schaden-Kosten-Quote BEI 99,89 Prozent

Die Schaden-Kosten-Quote (combined ratio) verschlechterte sich den Angaben von AIG zufolge von 93,05 auf 99,89 Prozent. Bei Werten unter 100 Prozent arbeiten die Unternehmen im operativen Versicherungsgeschäft mit Gewinn. Die Summe der Einnahmen kletterte im dritten Quartal von 20,31 Mrd. Dollar auf 25,41 Mrd. Dollar.

Die Serie von Wirbelstürmen habe den Gewinn im dritten Quartal mit 512,2 Mill. Dollar oder 0,19 Dollar je Aktie belastet, teilte der Versicherer weiter mit. Im Vorjahresquartal hätten die Belastungen aus Katastrophen dagegen nur 46,2 Mill. Dollar oder 0,02 Dollar je Aktie betragen.

AIG IST BEI Spitzer-Klage Kein Beklagter

Im Zusammenhang mit derzeitigen Ermittlungen und einer Klage des New Yorker Generalstaatsanwalts Eliot Spitzer betonte AIG, dass weder die AIG noch Tochterunternehmen in diesem Zusammenhang Beklagte sind, obwohl auch der Name von AIG-Töchtern in der Klage erwähnt werde. Allerdings hätten sich zwei Mitarbeiter von AIG-Töchtern für schuldig bekannt. AIG könne derzeit noch keine Angaben zu möglichen Kosten im Zusammenhang mit den Ermittlungen machen. Aus diesem Grund seien keine Rückstellungen in den am Donnerstag veröffentlichten Quartalszahlen enthalten. AIG erwartet nach eigener Aussage, dass es in dieser Angelegenheit weitere Ermittlungen geben wird.

Spitzer hatte eine Zivilklage gegen die größte US-Versicherungsmakler-Firma Marsh & Mclennan und ihre Tochterfirma Marsh Inc. erhoben. Es geht in der Klage um angebliche jahrelange Zahlungen oder so genannte "Contingent-Kommissionen" von Versicherungen an Marsh, die über den normalen Verkaufskommissionen gelegen hätten. Im Gegenzug sollen Marsh und seine unabhängigen Makler Geschäfte an die Versicherungen zugeteilt haben.

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