US-Vizepräsident Cheney bekräftigt Drohung gegen Saddam – Schröder spricht von Fehler
Angst vor Irak-Krieg treibt Ölpreis

Die USA haben ihre Kriegsdrohungen gegen den Irak verschärft, in der Folge stiegen die Ölpreise stark an.

HB WASHINGTON/BERLIN. Die Sorte Brent notierte gestern in London knapp unter 28 Dollar je Barrel (159 Liter). So teuer war Öl seit den Terroranschlägen in den USA im letzten September nicht mehr. Auch der Preis für Opec-Öl erreichte mit durchschnittlich 26,81 Dollar ein Elf-Monats-Hoch.

Zuvor hatte der als "Falke" geltende US-Vizepräsident Dick Cheney bekräftigt, dass Washington entschlossen sei, den irakischen Staatschef Saddam Hussein notfalls auch mit militärischen Mitteln zu stürzen. Eine "Politik der Untätigkeit" komme nicht in Frage, sagte Cheney vor Kriegsveteranen. US-Präsident George W. Bush steht nach Angaben seines Sprechers Ari Fleischer hinter Cheneys Äußerungen. Eine Kriegsentscheidung sei jedoch noch nicht gefallen.

Bundeskanzler Gerhard Schröder bezeichnete die Äußerungen Cheneys in einem RTL-Interview als Fehler. "Jemand, der beseitigt werden soll mit Hilfe einer militärischen Intervention, den kann man schwerlich dazu bewegen, Inspektoren ins Land zu lassen", sagte Schröder. Verteidiungsminister Peter Struck schloss sich der Kritik an. Den Zielen der US-Regierung könne und wolle er nicht folgen, sagte Struck.

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