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US-Vorgaben belasten europäische Märkte

Die europäischen Börsen haben am Montag schwächer geschlossen. Händler machten eine schwächer tendierende US-Börse sowie den noch unsicheren Ausgang der Präsidentenwahl für die Kursverluste verantwortlich. Zudem hatte die US-Investmentbank Morgan Stanley die Titel einzelner US-Technologieunternehmen herabgestuft, was Händlern zufolge den Sektor in Europa belastet habe.

rtr LONDON. Eine Anhörung von Demokraten und Republikanern soll vor dem Obersten Gericht in Florida entscheiden, ob Ergebnisse von Handauszählungen nachträglich in das offizielle Wahlergebnis aus dem Bundesstaat einfließen dürfen.

Der technologielastige Nasdaq-Index notierte am Abend (MEZ) in New York 4,27 % tiefer auf 2899 Punkten. Der Dow Jones büßte 1,17 % auf 10 505 Punkten ein.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte am Abend 2,25 % leichter mit 4850 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 1,78 % auf 4751 Punkte nachgab.



LONDON - Vodafone-Aktie belastet Markt

An der Londoner Börse hat der FTSE-Idex im Sog von Kursverlusten beim Indexschwergewicht Vodafone leichter geschlossen. Das Börsenbarometer beendete den Handel 1,48 % tiefer auf 6345 Punkten. Händler sagten, Herunterstufungen durch Morgan Stanley in den USA hätten Telekomwerte unter Druck gesetzt. Telekomausrüster Marconi gaben um 5,7, Fiberoptikhersteller Bookham Technology um 8,8 % nach. Vodafone büßten 6,2 % ein.



ZÜRICH - leichter

Die Schweizer Börse hat am Montag die im Verlauf erzielten Gewinne trotz höherer Kurse einiger Standardwerte nicht halten können. Der SMI Index , der mit 8195,5 Punkten ein Tageshoch markiert hatte, schloss 0,2 % tiefer auf 8129,1 Punkten. Händler sprachen von einem eher ruhigen aber auch sehr uneinheitlichen und mühsamen Geschäft ohne eindeutige Richtung. Händler verwiesen auf die Gewinne von Nestle , Novartis und Roche sowie von Zurich Financial und CS Group , die bis zu einen Prozent vorrückten und sprachen von einer gewissen Flucht in Qualität in dem aktuell unsicheren Umfeld.



PARIS - Schwächer - Equant im Mittelpunkt

In Paris präsentierte sich die Börse trotz einer Kursrally der Equant-Aktie schwächer. Der CAC40 schloss 2,72 % tiefer bei 6201,79 Zählern. Die Titel von Equant stiegen zeitweise um rund 20 %, nachdem France Telecom angekündigt hatte, einen Mehrheitsanteil an der Gesellschaft zu übernehmen. Equant beendeten den Handel allerdings mit einem Plus von lediglich 1,72 %, nachdem unter Marktteilnehmer Zweifel aufkamen, es könne lange bis zu der Übernahme dauern. Deutlich im Abwind lagen die Titel von Alcatel, die unter einer Herabstufung einer Investmentbank litten.



MAILAND - Banken- und Telekomwerte im Rückzug

Die italienischen Aktienwerte haben nach freundlichem Handelsverlauf gedreht und ging mit einem Minus aus dem Handel. Der Mib30 schloss 1,61 % tiefer auf 47 394 Punkten. Besonders büßten Papiere von Banken ein, nachdem die Investmentbank Morgan Stanley ihre Empfehlung für die Titel auf "market weight" von "overweight" zurückgestuft hatte. Die stark gehandelten Aktien von Olivetti gaben 4,7 % nach. Telecom Italia schlossen 2,1 % im Minus.

MADRID - Ibex schliesst auf Jahrestief

An der madrilenischen Börse hat der IBEX-Index auf ein neues Jahrestief geschlossen. Der Ibex ging mit einem Minus von 3,02 % auf 9548,7 Punkten aus dem Handel. Einer der größten Verlierer waren die Titel von Banco Santander Central Hispano mit einem Abschlag von 6,8 % auf 10,45 Euro. Händler führten den Kursrutsch auf den unerwartet hohen Preis für einen Anteil an der brasilianischen Bank Banespa zurück. Banco Santander will einen Mehrheitsanteil an der Bank übernehmen und muss dafür rund 3,6 Mrd. $ zahlen.

AMSTERDAM - Leichter - Jahrestief von KPN Telecom

Kursverluste von KPN Telecom und UPC haben den AEX leichter schließen lassen. Das Börsenbarometer ging mit einem Minus von 2,1 % auf 665,94 Punkten aus dem Handel. Auf ein Jahrestief von 16,60 Euro (minus 8,15 %) gaben KPN Telecom nach, die einen unerwartet niedrigen Ausgabepreis für die Emission einer konvertiblen Unternehmensanleihe genannt hatten. UPC gaben nach einer Herunterstufung 23 % auf 10,65 Euro nach. Händler sagten, es gebe Gerüchte im Markt, wonach die Gesellschaft in finanziellen Schwierigkeiten stecke.



WIEN - Telekom Austria-Emmission im Mittelpunkt

An der Wiener Börse schloss der ATX-Index 1,09 % schwächer auf 1095,34 Punkten. Die Emission der Telekom Austria-Aktien war das beherrschendes Thema. Deren Aktien werden zu je neun Euro am unteren Ende des Preisbandes und mit geringerem Volumen als geplant platziert. "Morgen ist der big day - alles konzentriert sich auf morgen", sagte ein Händler, "neun Euro ist gut, weil billig, aber andererseits auch schlecht, weil anzunehmen ist, dass viele Orders bei neun Euro limitiert waren", zeigte sich der Händler zwiespältig. Ein anderer Marktteilnehmer sagte ebenfalls, dass die Zeichnung "nicht besonders" ausgefallen sein dürfte. "Die Aktie notiert am grauen Markt bei 8,50/9,25 - also ungefähr dort, wo sie emittiert wurde", so der Börsianer.



BRÜSSEL - Finanztitel geben nach

Gewinnmitnahmen bei Finanztiteln haben am Montag den Brüsseler Aktienmarkt belastet. Der Bel20 schloss 1,03 % tiefer bei 3110,80 Zählern. Die Titel von Dexia, die in der vergangenen Woche kräftig zugelegt gaben um 2,4 % nach. Weitere Verlierer unter den Finanztiteln waren Fortis und KBC Bancassurance.

STOCKHOLM - knapp behauptet

Kursverluste bei Telekomwerten haben den OMX-Index an der Stockholmer Börse leichter schließen lassen. Das Börsenbarometer ging knapp behauptet mit einem Minus von 0,3 % auf 1125,22 Zählern aus dem Handel. Marktschwergewicht Ericsson gaben nach einem positiv verlaufenen Handelstag 0,84 % ab. Händler sagten, negativen Wachstumsaussichten belasteten den Titel immer noch. Rivale Nokia verloren um 2,8 %.

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