US-Vorgaben zogen zahlreiche Titel ins Minus
Europäische Börsen beenden Handelswoche im Minus

Die europäischen Börsen haben die Handelswoche am Freitag einheitlich in der Verlustzone beendet. Händler führten dies auf durch Äußerungen von US-Notenbankpräsident Alan Greenspan und neue Konjunkturdaten genährte Sorgen über die wirtschaftliche Abkühlung in den USA zurück.

Reuters. Greenspan hatte am Donnerstagabend (Ortszeit) erneut vor einer weiteren Abschwächung der US-Konjunktur gewarnt. Nach den Worten des Notenbank-Chefs könnte sich das Wirtschaftswachstum in den USA stärker abschwächen als bisher angenommen. Die am Nachmittag vom US-Handelsministerium veröffentlichten Wirtschaftsdaten zeigten, dass die US-Konjunktur im ersten Quartal deutlich langsamer gewachsen war als ursprünglich angenommen. Demnach legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Berichtszeitraum zum Vorjahr real um lediglich 1,3 % statt der ursprünglich geschätzten 2,0 % zu. Der Auftragseingang für langlebige Güter fiel nach Angaben des US-Handelsministeriums im April gegenüber dem Vormonat um fünf Prozent, nachdem er im März noch ein Plus von revidiert 2,2 % verbucht hatte.

Zudem hieß es an den europäischen Märkten, nach dem Feiertag am Donnerstag und vor dem Wochenende sowie dem Feiertag in den USA und in Großbritannien am Montag seien die Aktivitäten eher gedämpft.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte am frühen Abend mit 0,6 % im Minus bei 4 318 Punkten, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 1,4 % nachgab auf 4 498 Zähler.

London: Leichter mit Verlusten bei Pharmawerten



Die Londoner Börse hat leichter geschlossen. Der FTSE-Index beendete die Sitzung mit einem Minus von 0,4 % bei 5 889 Punkten. Händlern zufolge büßte der Gesamtmarkt wegen der nachgebenden Wall Street weiter ein. Vor allem Bank- und Pharmawerte gerieten unter Druck. AstraZeneca-Titel verloren 1,4 % auf 3 380 Pence, Glaxo-Smith-Kline-Papiere büßten 1,47 % ein. Der größte Verlierer im Index waren die Titel von Railtrack Group, die um 6,6 % fielen. Börsianer führten dies auf die am Donnerstag veröffentlichten Bilanzdaten zurück, die schwächer als erwartet ausgefallen waren.

Zürich: Zum Schluss tiefer - Sulzer unter Druck

Die Schweizer Börse hat zum Schluss Händlern zufolge unter den schwachen US-Daten gelitten und die Sitzung schwächer beendet. Der SMI-Index schloss 0,4 % tiefer bei 7 671 Punkten. Die Aktienkurse von Sulzer und Sulzer Medica brachen Händlern zufolge vor dem Hintergrund der Probleme mit den zurückgerufenen Hüftimplantaten weiter ein. Sulzer fielen um rund 7 %, Medica büßten mehr als 10 % ein. Die Aktien der Investmentbank UBS drehten nach anfänglichen Abschlägen ins Plus. Die Titel schlossen 0,2 % fester.

Paris: Schließt schwächer mit Verlusten bei Alcatel

Die Pariser Börse hat die Handelswoche im Minus beendet. Der Blue-Chip-Index CAC 40 gab um 1,3 % auf 5 581 Punkte nach. Insbesondere die Aktien des Telekomausrüsters Alcatel gerieten unter Druck. Aus Marktkreisen hatte es zuvor geheißen, ein Übernahmevertrag mit dem US-Technologieunternehmen Lucent könne bereits Anfang nächster Woche zu erwarten sein. Alcatel-Titel verloren 6,9 % auf 31,95 Euro. Der Aktienkurs von France Telecom gab um rund 1 % nach, Thomson Multimedia-Papiere verloren 2,1 % auf 51 Euro.

Mailand: Knapp behauptet mit Montedison im Minus

Die italienischen Aktienwerte haben zum Wochenschluss nachgegeben. Der Mib 30-Index gab um 1,3 % auf 39 686 Punkte nach. Italiens größter privater Energieversorger Montedison verzeichnete weitere Verluste, nachdem die italienische Regierung durch eine neue Vorschrift die mögliche Machtübernahme durch die französische EdF bei Montedison verhindert hat. Montedison-Titel verloren mehr als 3 % auf 2,86 Euro. Der Aktienkurs des Tochterunternehmens Edison gab um 4,9 % auf 10,62 Euro nach.

Madrid: Schwächer mit Banken im Minus

Die Börse in Madrid hat schwächer geschlossen. Der Ibex 35-Index verlor 1,5 % auf 9468 Punkte. Investoren hätten angesichts des am Montag in den USA und in Großbritannien anstehenden Feiertages Gewinne gesichert, sagten Händler. Zudem machten sich weiterhin Sorgen über die lateinamerikanische Wirtschaftskrise am Markt breit. Telefonica-Aktien gaben um 2,1 % nach. Die Titel der Banken Banco Santander Central Hispano sowie Banco Bilbao Vizcaya Argentaria büßten bis zu 1,9 % ein.

Amsterdam: Schließt leichter

Die niederländischen Aktienwerte haben den Handel zum Wochenschluss leichter beendet. Der AEX-Index ging mit einem Verlust von 1,2 % bei 589 Punkten aus der Sitzung. Deutlich unter Druck standen die Titel von United Pan-Europe Communications (UPC), die um 8,7 % auf 6,39 Euro stürzten. Die Aktien litten Händlern zufolge darunter, dass das Unternehmen keine Details über ein Geschäft mit der US-Muttergesellschaft United-Global-Com geben wolle, durch das UPC 1 Mrd. Euro zufließen würden. Zudem gaben Technologiewerte nach. Philips fielen um 0,9 %, ASM Lithography gaben um 1,2 % nach.

Wien: Schwächer mit Verlusten bei OMV

Die österreichischen Aktienwerte haben Verluste verbucht. Der ATX-Index schloss 0,8 % schwächer bei 1 188 Punkten. Händlern zufolge waren vor allem Telekom-Austria-Titel gefragt, Der Kurs stieg um 3,65 % auf 6,81 Euro. Ein Grund dafür könnte Händlern zufolge die definitive Ablösung des Vorstands sein. Die Aktien des Versorgers OMV verzeichneten dagegen Abschläge, der Wert fiel um 1,6 % auf 108,99 Euro.

Brüssel: Bel-20 gibt bei dünnen Umsätzen nach

Die belgischen Aktienwerte sind dem europäischen Trend gefolgt und haben den Handelstag im Minus beendet. Der Bel 20-Index schloss 1,2 % schwächer bei 2 787 Zählern. Der Brauereikonzern Interbrew gab Zuschläge von über 5 % vom Vortag wieder ab. Die Titel fielen um 1,1 % auf 30,40 Euro. Bankwerte gerieten mehrheitlich unter Druck. Fortis-Aktien büßten 1,8 % auf 29,01 Euro ein, der Kurs von Dexia verlor 3,3 % auf 171,20 Euro. Stockholm: Unverändert mit Telia im Plus An der Stockholmer Börse haben die Aktienwerte Abschläge verbucht. Der OMX-Index gab um 0,6 % auf 953 Zähler nach. Telia-Titel notierten nahezu unverändert bei 60 skr, während die Aktien von TeleDanmark um 9,2 % anzogen.

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