US-Vormarsch im Irak im Fokus: Gold gibt weiter deutlich nach

US-Vormarsch im Irak im Fokus
Gold gibt weiter deutlich nach

Der Goldpreis ist am Donnerstag im europäischen Handel stark gefallen und notierte im Verlauf auf dem tiefsten Stand seit fast vier Monaten. Die Meldungen über den nun raschen Vormarsch der von den USA angeführten Truppen in Richtung Bagdad habe Spekulationen über ein schnelles Kriegsende genährt und das als sicheren Hafen bekannte Edelmetall belastet, erklärten Händler.

Reuters LONDON. Die Goldpreis-Entwicklung dürfte in den nächsten Handelstagen indes sprunghaft bleiben. Gold notierte zum Handelsschluss in Europa bei 325,55/326,25 Dollar je Feinunze nach 329,70/330,20 Dollar am Vorabend in New York. Das Tagestief bei 323,25 Dollar markierte den niedrigsten Stand seit dem 11. Dezember. Das zweite Londoner Fixing erfolgte bei 323,70 Dollar nach 324,70 Dollar am Vormittag und 329,30 Dollar am Mittwochnachmittag.

Gold, wie auch andere in unsicheren Zeiten von risikoaversen Investoren gesuchte Anlagen zuletzt unter Druck, hat an den beiden letzten Handelstage rund 15 Dollar an Wert verloren, während beispielsweise Aktien markant zulegten. "Der anhaltende Glaube, dass der Krieg in Irak sehr schnell beendet sein wird, hält das gelbe Metall unter Druck und als Resultat beginnen wir, den wahren Wert von Gold zu finden," sagte James Moore von TheBullionDesk.com.

Kevin Crisp der Dresnder Kleinwort Wasserstein erklärte: "Es ist alles Irak, alles sehr kurzfristig". Auch die Weissmetalle waren schwächer. Platin sank auf 617/622 (Vorabendschluss New York 631/636) Dollar, während Palladium mit 173/178 (176/181) Dollar nahe einem kürzlich verzeichneten 5-3/4-Jahre-Tief lag. Silber dagegen notierte bei 4,41/4,43 (4,39/4,41) Dollar. Eine physische Nachfrage habe den Abwärtstrend gestoppt, erklärten Händler.

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