US-Vorwahlen
Florida und Michigan fordern eine neue Wahl

Bereits am Dienstag findet in Mississippi die nächste US-Vorwahl statt, doch das Interesse der Demokraten konzentriert sich auf zwei Wahlen, die längst gelaufen schienen: Die Stimmen aus Florida und Michigan wurden zwar bereits im Vorfeld für ungültig erklärt, könnten jetzt aber doch noch das Rennen entscheiden.

WASHINGTON. In entscheidende Frage lautet zurzeit: Wie geht die Partei mit Michigan und Florida um, die nach einer eigenmächtigen Verlegung des Wahltermins alle Delegiertenstimmen verloren hatten? Könnten diese Stimmen doch gewertet werden und die Demokraten aus dem Dilemma befreien, das durch das Duell von Barack Obama und Hillary Clinton entstanden ist?

Am Geld sollte es nicht scheitern, würde tatsächlich in Michigan und Florida nachgewählt. Zwei demokratische Gouverneure – Jon Corzine aus New Jersey und Ed Rendell aus Pennsylvania – haben bereits angekündigt, für die Hälfte der rund 30 Mill. Dollar zu sorgen, die dafür nötig wären. Allerdings: Beide gehören dem Camp von Clinton an. Die Senatorin aus New York geht davon aus, dass sie bei normalen Vorwahlen – also keinem Caucus – in diesen Staaten die Nase vorn hätte.

Auch wenn dies kaum zu einer Mehrheit bei den gewählten Delegierten für den Parteitag Ende August in Denver reicht – es würde auf jeden Fall jene Argumentationslinie stützen, die das Hillary-Team seit Wochen ausruft: Es komme bei der Entscheidung nicht alleine auf die Zahl der gewonnenen Abstimmungen und eine rechnerische Mehrheit bei den Delegierten an. Viel wichtiger sei es, Siege in den großen Staaten vorweisen zu können. Mit Clintons Erfolgen in Ohio, Texas, New York, Kalifornien, möglicherweise Pennsylvania, wo am 22. April abgestimmt wird, und eben Florida und Michigan ließe sich dies untermauern.

Obama lehnt Nachwahlen zwar nicht ab, weiß aber auch, welchen Gefahren er sich damit aussetzen würde. Sollte Hillary in den nächsten Wochen weiter „Momentum“ entwickeln, könnte er in Michigan und Florida tatsächlich verlieren. Zudem neigen der Brot-und-Butter-Staat Michigan und das Rentnerparadies Florida tendenziell ohnehin eher Clinton zu.

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