US-Vorwahlen
Hohe Wahlbeteiligung am Tag der Entscheidung

Das Duell Hillary Clinton gegen Barack Obama elektrisiert weiterhin die Massen. US-Medien berichteten am Dienstag von einer bisher außergewöhnlich hohen Wahlbeteiligung bei den aktuellen Vorwahlen. Die beiden Staaten, die über das Schicksal der demokratischen Kandidaten entscheiden, stehen dabei besonders im Blickpunkt.

HB WASHINGTON. Der dramatische Kampf der demokratischen Präsidentschaftsbewerber hat ungewöhnlich viele Menschen bei den jüngsten Vorwahlen in den USA an die Urnen gelockt. Wenige Stunden vor Schließung der Wahllokale in Bundesstaaten Texas, Ohio, Vermont und Rhode Island berichteten US-Fernsehsender am Dienstagnachmittag (Ortszeit) von einer besonders hohen Wahlbeteiligung. Nachdem Senator Barack Obama elf Siege in Folge bei Vorwahlen errungen hat, gelten die Abstimmungen als entscheidend für das politische Schicksal von Senatorin Hillary Clinton.

Überragende Bedeutung haben vor allem die Entscheidungen in Texas und Ohio, wo insgesamt 389 Delegierte für den Nominierungsparteitag Ende August in Denver bestimmt werden. Den jüngsten Umfragen zufolge zeichnete sich in beiden Staaten eine Trendwende zugunsten Hillary Clintons ab. In beiden Parteilagern wurde jedoch ein knappes Ergebnis erwartet. Bis Juni stehen bei den Demokraten noch Vorwahlen in elf weiteren Bundesstaaten an.

Bisher kann Obama einer Zählung des US-Fernsehsenders CNN zufolge auf insgesamt 1 378 Delegierte zählen, Clinton auf 1 269 Stimmen. Für die Nominierung bei der Parteiversammlung der Demokraten im Sommer sind 2 025 Delegiertenstimmen notwendig. Bei den vier Vorwahlen am Dienstag ging es um zusammen 444 Delegierte. Entscheidend werden vermutlich ohnehin die sogenannten Super-Delegierten, die nicht bei Vorwahlen auf einen Kandidaten fest gelegt werden.

Der Schlagabtausch zwischen Clinton und Obama war in den vergangenen Wochen heftiger geworden. Die Senatorin zielte dabei immer wieder auf die angeblich mangelnde politische Erfahrung ihres 46 Jahre alten Konkurrenten ab. Der schwarze Senator konterte, dass er über das bessere Urteilsvermögen verfüge, was sich bei seiner konsequenten Ablehnung des Irak-Krieges gezeigt habe. Clinton hatte für die Militäraktion im Irak votiert.

Bei den Republikanern steht die Nominierung von Senator John McCain so gut wie fest. Sollte er seinen einzig verbliebenen Konkurrenten Mike Huckabee bei den Abstimmungen am Dienstag wie vorausgesagt deutlich schlagen, wird mit einem Ende des republikanischen Duells gerechnet.

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