US-Vorwahlen
Obama hält Clinton auf Abstand

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama hat die Vorwahl in Mississippi wie erwartet gewonnen. Nach Auszählung von 80 Prozent der Wahlkreise kam Obama auf 59 Prozent, seine Konkurrentin Hillary Clinton auf 39 Prozent der Stimmen.

HB JACKSON/USA. Wegen des hohen Bevölkerungsanteils der Schwarzen war ein klarer Sieg des dunkelhäutigen Senators aus Illinois auch erwartet worden. In Mississippi stimmten 90 Prozent der Schwarzen, aber nur ein Drittel der weißen Wähler für Obama.

Clinton hatte sich in Mississippi auch wenig Hoffnung auf einen Erfolg gemacht. Sie blieb bereits bei früheren Vorwahlen in den Südstaaten der USA ohne Sieg. Die New Yorker Senatorin setzt auf die nächste Vorwahl in Pennsylvania, die aber erst am 22. April stattfindet. In Mississippi ging es um 33 Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im August, in Pennsylvania werden 158 Delegierte bestimmt. Obama hoffte, nach seinem Sieg bei den Parteiversammlungen am Samstag in Wyoming mit einem deutlichen Erfolg in Mississippi die Verluste wieder ausgleichen zu können, die er durch die Niederlagen in Ohio, Rhode Island und Texas erlitten hatte.

Ersten Berechnungen zufolge gewann Obama mindestens 17 weitere Delegierte hinzu, Clinton elf. Bislang hat Obama nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP 1 596 Delegierte auf seiner Seite, bei Clinton sind es 1 484. Für die Kandidatur bei der Präsidentenwahl am 4. November sind mindestens 2 025 Stimmen erforderlich.

Insgesamt hat Mississippi weniger Einwohner als Berlin und schickt gerade einmal 33 Delegierte zum Nominierungsparteitag Ende August. Mit seinem Sieg dürfte Obama Clinton daher zwar auf Distanz gehalten habe. Das Ergebnis von Mississippi wird aber wohl kaum den Ausschlag in dem kräfteraubenden parteiinternen Kampf geben.

Bei den Demokraten ist es inzwischen fraglich, ob in den Vorwahlen bereits eine Entscheidung fällt. Derzeit scheint es eher unwahrscheinlich, dass einer der Kandidaten die notwendige Mehrheit zusammenbekommt. Dann geben die 800 sogenannten Superdelegierten, zumeist gewählte Parteifunktionäre und Mandatsträger, den Ausschlag, wer als Präsidentschaftskandidat ins Rennen geht. Dort führt Clinton bislang mit 247 zu 211 Stimmen.

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