US-Vorwahlen
Obama schlägt Clinton in Wyoming

Barack Obama hat einen wichtigen Etappensieg auf dem Weg ins Weiße Haus errungen. Bei den Wählerversammlungen in Wyoming ließ der US-Senator seine Rivalin Hillary Clinton weit hinter sich. Obama machte zudem deutlich, dass er sich mit einer eine Kandidatur als Vizepräsident – wie Clinton vorgeschlagen hatte – nicht abfinden will.

HB WASHINGTON. US-Senator Barack Obama hat die Wählerversammlungen in Wyoming gewonnen und ist seinem Ziel der Präsidentschaftskandidatur für die Demokratische Partei ein Stück näher gekommen. Der Senator aus Illinois gewann am Samstag bei den Versammlungen der Parteimitglieder und Sympathisanten 61 Prozent der Stimmen. Auf seine Rivalin Hillary Clinton entfielen 38 Prozent.

In dem dünn besiedelten US-Staat im mittleren Nordwesten der USA waren zwölf Delegierte für den Nominierungsparteitag der Demokraten im August zu bestimmen. Obama sicherte sich sieben, Clinton fünf Delegierte. Wichtiger als dieses Ergebnis ist jedoch das neuerliche Signal für die öffentliche Meinung.

Obama schloss im örtlichen Regionalprogramm des Fernsehsenders CBS eine Kandidatur als Vizepräsident unter Clinton aus. "Ich bewerbe mich um das Amt des Präsidenten", sagte Obama am Freitag. "Wir haben doppelt soviele Staaten wie Senatorin Clinton gewonnen und haben mehr Wählerstimmen bekommen. Ich denke, wir können unseren Vorsprung halten."

Clinton hatte angesichts des knappen Rennens am Mittwoch erstmals eine Zusammenarbeit mit Obama an der Staatsspitze ins Gespräch. Auf die Frage nach einer möglichen Aufteilung der Posten des Präsidenten und Vize-Präsidenten zwischen dem Senator aus Illinois und ihr hatte sie gesagt: "Das könnte die Richtung sein, in die wir uns bewegen." Allerdings hatte sie klargestellt, dass sie an der Spitze eines solchen gemeinsamen "Tickets" stehen sollte.

Seit Beginn der Vorwahlen im Januar hat Obama damit 1 578 Delegiertenstimmen gewonnen. Das sind 110 mehr als bei der New Yorker Senatorin Clinton. Für eine Mehrheit auf dem Parteitag sind 2 025 Stimmen erforderlich, es fehlen ihm also noch 447 Stimmen.

Die nächsten Vorwahlen in einem großen Bundesstaat finden am 22. April in Pennsylvania statt. Bereits am kommenden Dienstag kämpfen Clinton und Obama in Mississippi um 33 Delegiertenstimmen.

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