US-Wahl
Auch „New York Times“ empfiehlt Obama

Noch mehr Rückendwind für Barack Obama: Nach der „Washington Post“, der „Los Angeles Times“ und der „Chicago Tribune“ hat sich nun auch die „New York Times“ für den schwarzen Senator von Illinois als künftigen US-Präsidenten ausgesprochen. Auch der frühere Sprecher von Bush unterstützt Obama.

HB NEW YORK. In einem Leitartikel am Freitag schrieb das Blatt, der demokratische Präsidentenkandidat Obama sei Herausforderung nach Herausforderung begegnet, er sei als Führer gewachsen und habe seinen frühen Versprechungen von Hoffnung und Wechsel Gestalt verliehen. Er habe „einen kühlen Kopf und gesundes Urteilsvermögen“ an den Tag gelegt. „So hart auch die Zeiten sind, die Auswahl eines neuen Präsidenten ist einfach.“ „Der Senator Barack Obama von Illinois hat bewiesen, dass er die richtige Wahl für den 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten ist“, schrieb die renommierte Zeitung.

Auch der frühere Sprecher von Präsident George W. Bush, Scott McClellan, unterstützt Obama. Er sei der bessere Kandidat, das „System Washington“ zu ändern, meinte McClellan in einem CNN- Interview, das Freitag in Auszügen gesendet wurde.

Die „New York Times“ glaubt, dass Obama den Willen und die Fähigkeit habe, einen breiten politischen Konsens zu erreichen, der wesentlich sei, um Lösungen für die Probleme des Landes zu finden.

Sein republikanischer Kontrahent John McCain habe sich dagegen mehr und mehr in die Randzonen der amerikanischen Politik zurückgezogen. Seine Wahlkampagne habe auf Parteilichkeit abgezielt, habe Züge von Klassenkampf getragen und sogar Spuren von Rassismus besessen. McCains Politik und Weltsicht seien in der Vergangenheit verwurzelt.

Scharf kritisierte das Blatt auch seine Wahl der Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, als Kandidatin für das Amt des US- Vizepräsidenten. Sie sei „untauglich für das Amt“. Die Wahl McCains sei ein „Akt des Opportunismus“ und „schlechten Urteilsvermögens“ gewesen.

Zuvor hatten sich bereits US-Zeitungen wie die „Washington Post“, die „Los Angeles Times“ und die „Chicago Tribune„ für Obama als Präsidenten ausgesprochen. In den USA ist es üblich, dass große Zeitungen sich im Vorfeld einer Wahl für einen Kandidaten entscheiden. Am 4. November wird ein neuer US-Präsident gewählt.

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